Schneeverhältnisse 8.1.2020
8.01.2020
Gefahrenstufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: anhaufender Schnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m MÄSSIG, Stufe 2, tiefer in der Regel GERING, Stufe 1. Gefährdet sind steilere Hänge mit anhaufendem Schnee, wo bei erhöhter Belastung ein Plattenlawinenabgang ausgelöst werden kann. Unter ca. 1800 m ist deutlich weniger Schnee vorhanden, weshalb dort die Lawinengefahr gering ist.
Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist besonders an sonn- und windexponierten Hängen krustig und hart. Schnee ist auf Gipfeln und Graten stark angeweht, oft bis zum vereisten Untergrund. Oberhalb 2200 m und in schattigeren Bereichen gibt es noch Bereiche mit schlecht umgewandeltem Schnee. Es gibt auch reichlich anhäufenden Schnee in Form von Verwehungen und Überhängen.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist klar. Heute weht schwacher Nordwind. Tagsüber wird es wärmer, sodass nachmittags Temperaturen über null mit Temperaturumkehr, Schneefallgrenze voraussichtlich oberhalb 2500 m. Auch morgen überwiegend klar, Südwestwind setzt ein. Noch etwas wärmer. Freitag mehr Bewölkung besonders im westlichen Teil unserer Berge, aber vor allem im Mittelgebirge, da die Obergrenze der Wolkendecke meist unter 1400 m liegt. Südwestwind verstärkt sich in der Nacht zum Freitag, Freitagvormittag nachlassend, nachmittags Winddrehung nach Nordost oder Nord. Nachmittags etwas kühler.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke wird durch Erwärmung auf sonnigen Hängen schneller absacken und umwandeln, besonders auf ausgeprägten Südhängen unter ca. 1500 m schmilzt Schnee tagsüber auch. Ansonsten bleibt Schnee durch trockene Luft auch auf sonnigen Hochlagen tagsüber meist trocken oder vereist. Vereiste Flächen nehmen zu, damit steigt das Abrutschrisiko. In schattigen Lagen bleiben Schneeverhältnisse weitgehend unverändert. Im Hochgebirge können noch Plattenlawinen an anhäufendem Schnee und steileren Hängen ausgelöst werden. Lawinengefahr bleibt oberhalb 1800 m also MÄSSIG, Stufe 2.
Nächste Ausgabe: Freitag, 10.1.2020
Quelle: ARSO