Schneeverhältnisse 8.12.2017
8.12.2017
Allgemeine Lawinenstufe - Freitag, 8. 12. 2017
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, Neuschnee, Nasses Schnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter Frischschnee durch Wind
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Die Lawinengefahr liegt derzeit oberhalb ca. 1200 m Seehöhe MÄSSIG, Stufe 2, tiefer hinab GE RING, Stufe 1.. Gefährlich sind steile Hänge und windbelastete Stellen, wo bei höherer Belastung des SchneeDecks eine Lawine ausgelöst werden kann. Spontane Lawinenabgänge sind nicht zu erwarten. ABER die Lage VERSCHLECHTERT SICH RASCH!
Schneelage
Durch die Erwärmung in Höhenlagen in den vergangenen Tagen hat sich die Schneedecke etwas abgesetzt und stabilisiert, vor allem an sonnigen Hängen ist eine Kruste entstanden, die kein menschliches Gewicht trägt. An schattigen Hängen ist der Schnee trocken und weich geblieben. Viel Sastrugi. Grate stark ausgefegt.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute bewölkt. Niederschläge verstärken sich im Westen und bis abends von Westen die ganze Slowenien erfassend. Schneefallgrenze meist zwischen 1000 und 1200 m ü. NN. Verstärkter Südwestwind. Abends beginnt die Schneefallgrenze zu sinken und in der Nacht bis in die Tieflagen. Verstärkter Nordwind setzt ein. Schneefall endet samstags vormittags überall, nachmittags Aufklarung von Nordwest. Sonntag zunächst meist klar mit kaltem Morgen. Am Tag von Westen zunehmend bewölkt. Nachmittags Niederschläge im Westen. Zunächst niedrige Schneefallgrenze, in der Nacht auf Montag steigend und montags bei ca. 1800 m ü. NN. oder höher. Starker Südwestwind, in den Bergen sehr stark.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Heute zunächst unter 1200 m taut und weicht die Schneedecke auf, höher schneit es. Bis morgen früh 10 bis ca. 30 cm Neuschnee, am meisten im Hochgebirge des nordwestlichen Sloweniens und auf dem Snežnik. Oberhalb ca. 1200 m verbindet sich der Schnee schlecht mit dem Untergrund, da stellenweise auf Kruste schneit, und der Schnee bleibt trocken. Von steilen Hängen können Trockenlawinen von schlecht verhaftetem Schnee abgehen. Tiefer, wo zunächst regnet, sättigt sich die Schneedecke und einzelne Grundlawinen von Nassem Schnee sind möglich, dann fällt zunächst nasser Schnee, daher bessere Verbindung zwischen altem und neuem Schnee. Starker Nordwind bildet Verwehungen. Lawinengefahr STEIGT. Sonntag verstärkt sich der Südwestwind, der Verwehungen an Nord- und Ostseiten von Graten und Sätteln bildet. Nachmittags in der westlichen Hälfte Sloweniens niedrig schneit es, in der Nacht auf Montag steigt die Schneefallgrenze. Unter ca. 1800 m macht Regen die Schneedecke wieder nass und instabil, höher schneit es auf weichen Untergrund, daher kein neuer Schwachschicht im SchneeDecke zu erwarten. Bis montags früh im östlichen Teil unserer Berge wenig Niederschlag, am meisten wieder im westlichen Slowenien. Oberhalb ca. 1800 bis 2000 m bis morgens möglich über 30 cm Neuschnee. LAWINENRISIKO STEIGT.
Nächste Mitteilung: Montag, 11. 12. 2017
Quelle: ARSO