Schneeverhältnisse 8.4.2019
8.04.2019
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: schwache Schichten, Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Lawinengefahr ist im Hochgebirge meist MÄSSIG, Stufe 2, tiefer MAU, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steilere Hänge oberhalb ca. 1800 m Seehöhe, wo sich unter geringer Zusatzbelastung der Schneedecke Windschneelawinen lösen können - mehr Ablagerungen an Süd- und Westseiten von Gräten und Sätteln. Neuer Schnee im Hochgebirge ist auch relativ schlecht verankert, kann daher auf der schwachen Schicht auf der alten Schneedecke abrutschen. Spontanes Abgehen ist unwahrscheinlich.
Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist im Hochgebirge meist weich und pulvrig, durch Wind sind Verwehungen entstanden, windexponierte Stellen sind vereist. Tiefer, wo Regen fiel, ist der Schnee durchgeweicht. Da er bereits vollständig umgewandelt und verdichtet ist, rutscht er meist nicht.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute wechselnd bis meist bewölkt und neblig. Gelegentlich lokale Niederschläge, Schneefallgrenze zwischen 1600 und 1800 m ü. NN. Schwacher bis mäßiger Ostwind. Morgen zunächst etwas Sonne, tagsüber zunehmend wechselnde Bewölkung und vor allem mittags und nachmittags lokale Schauer. Schneefallgrenze etwas höher als heute. Schwacher bis mäßiger Nordostwind. Mittwoch bewölkt mit gelegentlichen Niederschlägen. Schneefallgrenze sinkt auf ca. 1400 m über dem Meer. Schwacher bis mäßiger Ostwind.
Entwicklungstendenz der Schneeverhältnisse
Neuer Schnee bleibt im Hochgebirge weich, setzt sich langsam und wandelt sich um. Unter ca. 1900 m wandelt er sich durch höhere Temperaturen schneller um und setzt sich. Die Schneedecke wird allmählich stabiler. Mittwoch erhöhen neue Niederschläge vor allem im Hochgebirge wieder die Lawinengefahr, je nach Menge des Neuschnees, was noch nicht genau vorhersehbar ist.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 10. 4. 2019
Quelle: ARSO