Schneeverhältnisse 9.2.2015
9.02.2015
BEWERTUNG DER LAWINENGEFAHR
Die Lawinengefahr ist meist 3. Stufe, vor allem unterhalb der Waldgrenze und in geschützten Lagen 2. Stufe.
Die Schneedecke ist noch immer potenziell recht instabil und schlecht mit dem Untergrund verbunden. Eine Lawine kann fast überall durch geringe Belastung der Schneedecke ausgelöst werden. Besonders gefährdet sind steilere Hänge und Stellen mit windtransportiertem Schnee.
Auf steileren Hängen ist das spontane Abgehen einzelner kleiner Lawinen möglich. Neuerer Schnee wird auf alter, krustiger bzw. harter Unterlage abrutschen.
SCHNERVERHÄLTNISSE
Am Wochenende war es in den Bergen trocken und kalt, es gab auch etwas Sonnenschein. Starker Nordwind hat Schnee transportiert und Verwehungen vor allem an den Südseiten von Graten und Übergängen gebildet.
Die Temperatur war durchgehend unter null. Die Schneedecke sackte langsam ab und wandelte sich nur wenig um.
Die Schneehöhe ist aufgrund des sehr windigen Wetters der letzten Tage recht ungleichmäßig. In 2500 m Seehöhe bis ca. 190 cm, in 1500 m bis ca. 110 cm, in 1000 m von 30 bis ca. 70 cm.
AKTUELLER SCHNEEDECKEN-ZUSTAND
Die Schneedecke ist trocken, in geschützten Lagen weich, an windexponierteren Stellen jedoch stark krustig und stellenweise hart.
Viele Verwehungen und Überhänge sind labil - sie liegen auf blankem oder vereistem Boden, vor allem in höheren Lagen auch auf alter krustiger Schneeunterlage.
Grate sind meist stark ausgehärtet und daher an vielen Stellen hart und vereist.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute meist bewölkt. Leichter Schneefall vor allem in den Kamnik-Savinja-Alpen und in den östlichen Karawanken sowie auf dem Pohorje. Mäßiger bis starker Nordwind. In Höhen strömt wärmere Luft zu und die Temperatur wird sich heute bis nachts um 1500 m bereits leicht über null erheben. Morgen teilweise sonnig, Wind nimmt ab.
TENDENZ DER SCHNERVERHÄLTNISSE
Lawinenlage ändert sich zunächst kaum. Morgen tagsüber wandelt sich der Schnee jedoch durch höhere Temperaturen und mehr Sonne etwas schneller um. Vor allem an sonnigen Hängen nass an der Oberfläche tagsüber und nachts vereisend. Auch in geschützten sonnigen Lagen entsteht Oberkruste. In schattigen Mulden bleibt die Lage bis Mitte der Woche nahezu unverändert.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
ERHEBLICH - durch windtransportierten Schnee, Verwehungen und schwache Schichten in der alten Schneedecke.
Nächster Bericht erscheint am Mittwoch, 11.2.2015.
Quelle: ARSO