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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 9.5.2016

Schneeverhältnisse 9.5.2016

9.05.2016
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 9. 5. 2016

Die Gefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.

Hauptproblem: nasser Schnee

Gefahrenmuster: vn10 Frühlingssituation



Risikobewertung

Die Gefahr in den Bergen oberhalb ca. 2000 m über Meer mittags und nachmittags, wenn der Schnee durch Sonneneinstrahlung weich wird, MODERAT, Stufe 2. Abends bis vormittags GERING, Stufe 1. Das Risiko steigt vor allem auf Nordhängen, wo bei stärkerer Zusatzbelastung besonders an windgepressten Stellen Lawinen ausgelöst werden können. In den nächsten Tagen erhöht sich durch bereits frühlingshafte Temperaturen, mehr Bewölkung und etwas Regen auch in Höhen über 2000 m - auch nachts sowie in tieferen Lagen, wo noch genügend Schnee liegt, die Möglichkeit von Gleitschneelawinen auf ausreichend steilen Hängen.



Schneeverhältnisse

VERHÄLTNISSE in den Bergen sind winter-frühlingshaft. In den letzten Tagen wechselnd bewölkt und lokal Niederschläge aus Schauern und Gewittern. Lokal im Hochgebirge oberhalb ca. 1900 m einige cm Neuschnee. Schneegrenze meist um 2000 m ü. M. Nachts friert der Schnee ein und ist hart, vormittags taut er schnell auf, in mittleren Höhenlagen Kruste stellenweise. Im Hochgebirge lösten sich am Wochenende besonders auf Nordhängen auch mittelgroße Schollen von nassem Schnee, der bei der letzten Schneefall in Mulden abgelegt worden war. In den Julischen Alpen auf 2500 m 260 bis ca. 325 cm Schnee, auf 1500 m 30 bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen 10 bis ca. 60 cm Schnee. Geschlossene Schneedecke beginnt stark unterschiedlich hoch. In den Juliern auf Nordlagen und Plateaus liegt Schnee noch unter 1400 m, auf Südhängen oberhalb ca. 1700 m. Sonst auf Süden meist frei bis ca. 1900 m, auf Nordseiten etwas tiefer bis ca. 1600 m.



Erwartete Wetterentwicklung

Montag zunächst meist klar, mittags und nachmittags wechselnd bewölkt. Besonders in den östlichen Karawanken und auf dem Pohorje möglich ein Schauer. Wind dreht auf Südwest. Temperatur auf 1500 m ca. 9, auf 2500 m ca. 2 °C. Dienstag meist bewölkt, gelegentlich leichter Niederschlag. Schwacher bis mäßiger Südwestwind. Temperatur auf 1500 m ca. 8, auf 2500 m ca. 3 °C. Bis Wochenende in den Bergen bewölktes Wetter mit gelegentlichen Niederschlägen vorherrschend, vorerst am meisten donnerstags im Julier-Gebiet. Schneefallgrenze zwischen 2200 und 2600 m ü. M. Schneegrenze steigt dienstags über 3000 m und sinkt erst freitags wieder auf ca. 2500 m.



Tendenz der Schneeverhältnisse

Schneedecke setzt sich ab und wandelt sich um, taut in tieferen Lagen ab. Zunächst friert Schnee in den Bergen nachts noch ein, in bewölkten Nächten Mitte der Woche jedoch nicht mehr. Durch tagsüberliches Erwärmen, Mitte der Woche auch Regen, wird die Oberflächenschicht weniger stabil. Zunächst rutscht in den Bergen hauptsächlich die Schicht, die über die Feiertage und am letzten Wochenende fiel, später steigt durch Wassergesättigung vom Regen auch die Möglichkeit von Gleitschneelawinen auf ausreichend steilen Hängen, auch Grundlawinen.



Nächste Ausgabe: Donnerstag, 12. 5. 2016



Quelle: ARSO
         
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