Schneeverhältnisse im Gebiet der Gemeinde Tržič 13.3.2023
13.03.2023
Die allgemeine Lawinengefahr im Gebiet der Gemeinde Tržič beträgt 1. Stufe auf der fünfstufigen europäischen Skala. Ab 1600 Metern wird sie ab Montagnachmittag 2. Stufe.
Am Samstag und Sonntag ist die Schneedecke nachts gefroren. Größere Flächen vereister Oberflächen sind bis zu den höchsten Gipfeln und Graten entstanden. Die Sonneneinstrahlung hat tagsüber auf sonnenseitigen Hängen die Schneedecke aufgeweicht. Der Schnee hat sich an diesen Stellen geschmolzen und abgesackt. Im Hochgebirge sind spontan Gleit- oder Grundlawinen abgegangen, stellenweise vom Kamm der Košuta auch größere, die ihr maximales Ausmaß erreicht haben. Auf schattseitigen Hängen blieb der Schnee auch tagsüber gefroren.
Die alte Schneedecke auf schattseitigen Hängen ist größtenteils stabil. Tiefer im Mittelgebirge, unter 1250 Metern, ist sehr wenig Schnee vorhanden und er ist gefroren. Auf sonnenseitigen Hängen hat er sich bei sonnigem Wetter und relativ hohen Temperaturen jedoch schnell geschmolzen.
Heute wird es in den Tržič-Bergen teilweise bewölkt sein. Vormittags gibt es auch etwas Sonne. Die Lufttemperatur in 1500 Metern liegt bei ca. +5°C, in 2000 Metern bei ca. +2°C. Vormittags weht Westwind, nachmittags starker SW-Wind, der feuchte Luft bringt. Es wird zunehmend bewölkt. Die Nullgradgrenze liegt über 3000 Metern. Die Schneeoberfläche wird nass. Dienstag bewölkt mit Niederschlag. Zunächst regnet es bis ca. 2000 Meter Höhe. Nachmittags beginnt die Schneefallgrenze zu sinken. In der Nacht auf Mittwoch setzt Nordwind ein. Bis Mittwochvormittag kann im Hochgebirge etwas Schnee fallen, begleitet von Wind aus nördlichen Richtungen. Neuer Schnee fällt auch im Mittelgebirge oberhalb ca. 1000 Metern, jedoch nur wenig.
Heute vormittags bleiben die Schnee- und Lawinenverhältnisse nahezu unverändert. Nachmittags wird die Schneedecke, vor allem auf Südabhängen, durch Zufluss hoher Luftfeuchtigkeit zunehmend feucht. Auch auf Schattseiten wird sie aufweichen, vor allem bis ca. 1900 Meter. Morgen, dienstags, regnet es zunächst bis 2000 Meter und die Schneeoberfläche wird nass. Nachmittags sinkt die Schneefallgrenze und es beginnt zu schneien. Der Schnee fällt auf feuchte Schneeoberfläche und verbindet sich relativ gut. In der Nacht auf Mittwoch setzt Nordwind ein, die Schneefallgrenze sinkt. Der Nordwind transportiert vor allem oberhalb 1700 Metern Schnee und lagert ihn auf Leeseiten ab, wo er neue Plattenbereiche und Verwehungen aufbaut. An diesen Stellen besteht die Gefahr, dass Sie mit Ihrem Gewicht eine Lawine auslösen! Erwartet werden oberhalb 1700 Metern bis 15 cm Neuschnee. Im Mittelgebirge weniger Neuschnee. Das Schneetreiben hört bis Mittwochvormittag auf.
Ab heute Nachmittag beträgt die Lawinengefahr oberhalb 1600 Metern 2. Stufe. Lokal kann die Lawinengefahr ab morgen, dienstags, oberhalb 1800 Metern höher sein. Morgen und übermorgen raten wir vom Besuch des Hochgebirges ab.
Quelle:
https://www.zvsp.si