Schneeverhältnisse in den Bergen 12.12.2012
12.12.2012
Das kalte und trockene Wetter setzt sich fort. Im Hochgebirge wehte am Dienstag ein starker Nordwestwind, der Schnee transportierte und neue Verwehungen bildete. In den Höhen wurde es vorübergehend etwas wärmer, doch die Luft blieb trocken und veränderte sich nur langsam.
Die Schneedecke reicht bis in die Tiefebenen. In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken beträgt die Schneehöhe 20 bis ca. 50 cm, oberhalb ca. 2000 m bis ca. 130 cm. Sonst in unseren Bergen ist die Schneedecke 20 bis ca. 60 cm dick. Der Schnee ist stark verweht, stellenweise bis zur alten Bindung oder sogar bis blank. Zahlreich sind Verwehungen und Platten, ausgedehnte Flächen mit Aufwindschnee. Der Schnee ist trocken und in geschützten Lagen locker und weich, an vielen Stellen jedoch mit einer durch Wind entstandenen Kruste bedeckt.
Die Lawinengefahr beträgt meist 2. Stufe. Gefährdet sind steilere Hänge mit Aufwindschnee, wo schon bei geringer Belastung eine Lawine ausgelöst werden kann. Spontanlawinen sind unwahrscheinlich. Die Bereiche mit Aufwindschnee liegen hauptsächlich an süd- und westseitigen Hängen.
Heute noch größtenteils klar und kalt. Morgen verstärkt sich der Südwestwind, es strömt wärmere und feuchtere Luft zu. Am Tag bewölkt es sich in den Julischen Alpen, auch die Gipfel der Karawanken und Savinjeralpen werden schrittweise von Wolken umhüllt. Keine nennenswerten Niederschläge, möglich leichter Schneefall nachmittags oder abends in den westlichen und südlichen Teilen der Julischen Alpen. In der Nacht auf Freitag steigt die Schneehöhengrenze über 1000 m, bis Freitagmorgen kann im westlichen Teil unserer Berge einige Zentimeter Schnee fallen. Der Südwestwind wird Schnee in Verwehungen tragen, die Schneedecke wird sich etwas setzen und stabilisieren.
Neues Bulletin wird am Freitag, 14.12.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 2. Stufe nach der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO