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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse in den Bergen 12.4.2013

Schneeverhältnisse in den Bergen 12.4.2013

12.04.2013
In ziemlich sonnigem Wetter hat sich der Schnee mantel im größeren Teil unserer Berge schneller umgewandelt. Die Schneegrenze ist bis heute auf eine Höhe von rund 2300 m gestiegen. Der Schnee hat sich tagsüber verharscht, nachts gefroren. Die Oberflächenkruste hat sich verstärkt. Nur in schattigen Lagen des Hochgebirges ist der Schnee trocken geblieben. Tiefer unten hat sich der Schnee geschmolzen und tagsüber durchweicht.

Auf 2500 m in den Julischen Alpen rund 450 cm Schnee, auf 1500 m bis 290 cm und auf 1000 m von 40 bis 70 cm. Andereswo in unseren Bergen auf 1500 m von 90 bis 140 cm, auf 1000 m bis rund 40 cm.

Der Schneemantel ist meist mit Kruste bedeckt, die stellenweise das menschliche Gewicht trägt. In schattigen Lagen des Hochgebirges ist der Schnee stellenweise noch trocken und auch weich. Unter rund 1500 m ist der Schneemantel ziemlich gesetzt und morgens vereist, tagsüber weicht er aber auf. Im Hochgebirge gibt es viele Windkissen und Platten. An windexponierten Lagen ist die Oberfläche hart und teils vereist.

Die Lawinengefahr beträgt oberhalb rund 1800 m 2. Stufe, tiefer 1. Stufe. Spontanes Abreißen wird meist nicht erwartet, möglich sind nur kleinere Rutschungen von steilen Südhängen mittags und nachmittags. Eine Lawine kann nur bei erheblicher zusätzlicher Belastung des Schneemantels auf steileren Hängen an Stellen mit windgewehtem Schnee ausgelöst werden.

Heute bewölkt mit vereinzelten Niederschlägen vor allem im Raum der Julischen Alpen, anderswo wenig. Am Abend und in der Nacht auf Samstag treten Niederschläge auch anderswo auf und morgen vormittag hört es überall auf. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 1500 und 2000 m. Im Hochgebirge fallen 5 bis 10 cm Schnee, in den Julischen Alpen, besonders den westlichen, bis über 30 cm. Da es auf krustiger Unterlage schneit, verbindet sich der neue Schnee höher oben nicht gut mit dem Untergrund und die Lawinengefahr steigt vor allem in den Julischen Alpen. Gleichzeitig macht Regen tiefer unten den Schnee matschig, weshalb wir spontanes Abreißen von Grundlawinen feuchten Schnees auf ausreichend steilen grasigen oder laubbedeckten Hängen erwarten.



Neuer Bericht wird am Montag, 15.4.2013 nachmittags herausgegeben.



Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.



Quelle: ARSO
         
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