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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse in den Bergen 1.3.2017

Schneeverhältnisse in den Bergen 1.3.2017

1.03.2017
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 1. 3. 2017

Gefahr ist Stufe 4 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GROß.

Hauptproblem: Neuschnee, schwache Schichten

Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Kälte



Risikobewertung

Lawinengefahr oberhalb ca. 1300 m vor allem im westlichen und südlichen Teil der Julischen Alpen GROß; Stufe 4. Andernorts in unseren Bergen meist BEDEUTEND, Stufe 3, unter ca. 1300 m MAßIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steile Hänge sowie windverfrachtete Stellen. Es sind spontane Lawinenabgänge zahlreicher kleiner und auch mittelgroßer sowie einzelner großer Neuschneelawinen von steileren Hängen zu erwarten. Der Schnee ist durch starken Wind stark verfrachtet.



Schneelage

Bis heute früh sind in den Julischen Alpen 40 bis ca. 70 cm Schnee gefallen, in den Karawanken und Kamnik-Savinja-Alpen 20 bis 50 cm sowie in den östlichen Karawanken 10 bis ca. 20 cm. Die Menge hängt stark auch von der Seehöhe ab. Zu Beginn des Schneefalls lag die Nulllinie bei ca. 1400 m. Höher war der Schnee trockener und haftete schlechter am Untergrund als tiefer, wo der Untergrund stellenweise krustig war. Am Ende der Niederschläge heute früh sank die Nulllinie vorübergehend unter 1000 m. Zunächst transportierte ein starker Südwestwind den Schnee, der nachts nach Nord und Nordost umschwenkte. Aufwirbelungen entstanden so fast auf allen Seiten von Graten und Sätteln. Die Schneedecke ist weich und pulvrig und lässt tief einsinken.



Voraussichtliche Wetterentwicklung

Heute wird es allmählich aufklaren, tagsüber bildet sich jedoch Kumuluswolkenbildung und vereinzelt ist noch ein Schauer möglich. Es weht schwacher bis mäßiger Wind aus Nord- bis Nordwestrichtung. Die Schnegrenze liegt nachmittags bei ca. 1300 m. Morgen teilweise klar bei zeitweise zunehmender Bewölkung. Mäßiger Westwind. Wärmer als heute, Schnegrenze zwischen 1800 und 2200 m, im östlichen Teil unserer Berge höher. In der Nacht auf Freitag zunnehmende Bewölkung, vereinzelt leichter Niederschlag möglich.



Tendenz der Schneelage

Heute setzt sich der Neuschnee langsam ab und bildet unter Sonneneinwirkung vor allem an Sonnseite Kruste, nur in schattigen Lagen und oberhalb ca. 2200 m bleibt er wohl auch an der Sonne trocken. Wind verfrachtet an exponierten Stellen noch Schnee in Aufwirbelungen, die vor allem an Südseiten der Grate entstehen. Morgen tagsüber destabilisiert die Schneeedecke durch teils sonniges Wetter und etwas höhere Temperaturen vorübergehend, in der Nacht auf Freitag gefriert sie wieder. Es bildet sich Kruste. Spontane Lawinenabgänge von steileren Hängen sind vor allem heute und morgen mittags und nachmittags zu erwarten. Am Freitag ist durch bewölkteres Wetter der Sonneneinfluss geringer.



Nächste Ausgabe: Freitag, 3. 3. 2017



Quelle: ARSO
         
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