Schneeverhältnisse in den Bergen 13.2.2017
13.02.2017
Allgemeiner Gefahrenstand - Montag, 13. 2. 2017
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: verharschter Schnee / Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1500 m Seehöhe MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit Windschnee. Spontane Lawinenabgänge sind nicht zu erwarten. Die Schneedecke ist durch niedrige Temperaturen und Windschnee potenziell instabil, da bei stärkerer Belastung der Schneedecke eine Plattenlawine ausgelöst werden kann.
Schneeverhältnisse
Am Wochenende war das Wetter trocken, besonders im Hochgebirge auch sonnig. Die Temperatur war die ganze Zeit unter null. Die Schneedecke hat sich nur langsam umgewandelt und gesetzt. Unter der oberen Schneeschicht liegt stellenweise eine teilweise vereiste Schicht, durch die die obere Schneeschicht schlecht mit dem Untergrund verbunden ist. Stärkere Winde haben letzte Woche vor allem im Bovško wehen, wo auf exponierten Stellen der Schnee fast vollständig weggeweht war. Ansonsten ist die Schneedecke meist weich, nur der Wind hat stellenweise eine Kruste gebildet, die kein menschliches Gewicht hält.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute herrscht außer im Hochgebirge bedecktes und nebliges Wetter, die Wolkenobergrenze steigt vormittags und sinkt nachmittags. Wärmere Luft strömt zu, aber die Temperatur bleibt unter null. Ab morgen einige Tage klareres Wetter. Die Temperatur steigt morgen allmählich über null. Die Schneefallgrenze steigt nachmittags allmählich über 2400 m Seehöhe, in der Nacht auf Mittwoch über unsere höchsten Gipfel.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke wandelt sich morgen besonders in wärmerer Luft und sonnigem Wetter vor allem auf sonnigen Hängen schneller um. Tagsüber wird sie feucht, nachts gefriert sie und es bildet sich Kruste. An schattigen Hängen bleibt der Schnee meist trocken und weich. Die Schneedecke konsolidiert sich langsam, bleibt aber an Windschnee-Stellen potenziell instabil.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 15. 2. 2017
Quelle: ARSO