Schneeverhältnisse in den Bergen 14.1.2011
14.01.2011
Trockenes Wetter hält an. In den letzten Tagen hat es sich stark erwärmt.
Die Schneegrenze liegt über 2600 m. Daher hat sich die Schneedecke auch im Hochgebirge schneller umgewandelt und gesetzt, an der Oberfläche hat sich vor allem auf sonnigen Hängen eine Kruste gebildet. Tiefer, wo es noch wärmer ist, ist der Schnee matschig und nass geworden und friert nur nachts.
In den Julischen Alpen sind auf 2500 m bis ca. 370 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 90 cm. Andernorts in unseren Bergen auf 1500 m ca. 20 cm Schnee. Tiefer schmilzt es schnell, sonnige Hänge sind stellenweise kahl auch über 1500 m. Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, die im Hochgebirge meist kein menschliches Gewicht trägt. Wo Schnee ausgehärtet ist, ist der Untergrund hart und stellenweise vereist. Weicher Schnee nur in den Mulden des Hochgebirges. Tiefer ist der Schnee meist nass und aufgeweicht, nachts gefriert er, aber nur hoch genug und in Frostmulden.
Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen, oberhalb ca. 1700 m, Stufe 2. Eine Lawine kann durch starke Zusatzbelastung ausgelöst werden, besonders an verharschten Stellen und steileren Hängen. Andernorts in unseren Bergen Stufe 1. An verharschten Stellen Rutschgefahr.
Trockenes und recht warmes Wetter hält an. Die Schneegrenze sinkt samstags vorübergehend unter 2500 m, sonntags wieder über den höchsten Gipfeln. Die Schneedecke setzt sich und wandelt sich um, nur in Hochgebirgsmulden bleibt der Schnee durch trockene Luft weitgehend trocken und wenig umgewandelt. Die Schneedecke stabilisiert sich langsam.
Nächster Bericht erscheint montags, 17. Januar.
Allgemeine Lawinengefahr Stufe 2 nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO