Schneeverhältnisse in den Bergen 14.2.2013
14.02.2013
Von Dienstag an war das Wetter bewölkt. Am Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag schneite es. Es fielen 5 bis etwa 20 cm Schnee, am wenigsten im westlichen und südlichen Teil der Julischen Alpen. Der Schnee war trocken und locker und der Nordostwind blies ihn an exponierten Lagen in Verwehungen. Es schneite auf eine meist lockere Unterlage, daher haftete der neue Schnee meist gut an der Unterlage. Die Schneedecke sackte aufgrund der niedrigen Temperatur nur wenig zusammen, sie verwandelte sich langsam.
Die Schneedecke reicht bis in die Täler. Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis zu etwa 300 cm Schnee, auf 1500 m 240 cm, auch im Vorland auf 1000 m bis 140 cm. Anderswo in unseren Bergen Schnee auf 1500 m von 90 bis 140 cm, auf 1000 m bis etwa 70 cm.
Die Schneedecke ist meist locker und ungebunden. Schneeverhältnisse sehr unterschiedlich und ändern sich auf relativ kleinen Distanzen. Neuer Schnee bedeckt ausgedehnte Gebiete alten verwehten Schnees und stellenweise harte, verwehte Unterlage, auf den Graten sind alte Wechten geblieben.
Die Lawinengefahr hat sich aufgrund des gestrigen Schneefalls nicht erhöht. Da der Schnee, der zu Beginn der Woche gefallen ist, sich etwas gesetzt und gebunden hat, hat sich die Lawinengefahr etwas verringert und ist jetzt überall oberhalb der Waldgrenze Stufe 3.
Diese Stufe gilt auch für das Mittelgebirge und steile, kahle Hänge an Orten mit dicker Schneedecke. Auf ausreichend steilen Hängen kann eine Lawine trockenen Schnees bereits bei kleiner Belastung ausgelöst werden. Stellenweise ist noch spontanes Auslösen kleinerer Lawinen möglich. Gefährlich sind auch Stellen mit verwehtem Schnee.
Vor uns liegt eine Periode trockenen Wetters. Die Temperatur wird in Hügeln und Bergen die ganze Zeit unter Null liegen. Die Schneedecke wird sich langsam setzen und verwandeln, etwas schneller auf sonnigen Hängen.
An windexponierten Lagen wird der Nordost- und Ostwind noch Schnee in Verwehungen transportieren. Die Schneedecke wird sich nur langsam stabilisieren, daher wird die Lawinengefahr noch einige Tage größtenteils unverändert bleiben. Immer potenziell gefährlicher werden Klože. Im Hügelland wird sich der Schnee tagsüber aufweichen und nachts gefrieren, daher wird er sich schneller stabilisieren.
Ein neuer Bericht wird am Montag, 18.2.2013 herausgegeben
Die allgemeine Lawinengefahr ist Stufe 3 auf der europäischen Fünfstufenskala.
Quelle: ARSO