Schneeverhältnisse in den Bergen 18.1.2013
18.01.2013
Mittwoch und Donnerstag schneite es gelegentlich. Die Niederschlagsmenge war lokal sehr unterschiedlich, doch am meisten Schnee fiel wieder im Gebiet der Julischen Alpen, von ca. 25 bis 60 cm. Sonst in unseren Bergen weniger Neuschnee, 10 bis 20 cm. Der Schnee war trocken, daher bildete der Ost- bis Nordwind Verwehungen und Platten. Die Schneedecke setzte sich langsam.
Die Schneedecke reicht bis in die Ebenen. Der Schnee ist locker und weich. An windexponierten Stellen ist er stellenweise stark ausgefegt, viele Verwehungen. Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 230 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 150 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 60 bis 90 cm, auf 1000 m bis ca. 50 cm.
Lawinengefahr ist im größeren Teil der Julischen Alpen 4. Stufe. Sonst in den Bergen 3. Stufe. Besonders gefährdet sind vor allem windgepresste Stellen, steilere Hänge, auch im Mittelgebirge mit steilen, grasbewachsenen Hängen. Schon bei geringer Belastung der Schneedecke kann eine Lawine neuen, schlecht verklebten Schnees ausgelöst werden, spontane Lawinen von steileren Hängen sind möglich.
Heute keine nennenswerten Niederschläge, teilweise Aufklarung.
Morgen zunächst meist klar, tagsüber nimmt die Bewölkung im Westen allmählich zu, nachmittags langsam auch im östlichen Teil unserer Berge. Im Westen, besonders im Vorland der Julischen Alpen, beginnt leichter Schneefall. Temperatur bleibt durchgehend unter null. Schnee setzt sich nur langsam, Wind transportiert weiter Schnee in Verwehungen. Morgen setzt Südwestwind ein. Sonntag bewölkt und neblig, nur auf dem Pohorje zunächst noch teilweise klar. Niederschläge verstärken sich in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken sowie in den Savinjer Alpen. Schneefallgrenze steigt auf ca. 1600 m ü. NN. Regen tiefer nassmacht Schnee, dadurch wird die Schneedecke überall mit Regen zusätzlich labil. Auch spontane Abreisser von steilen Hängen erwartet. Höher neue Schnee erhöht Lawinengefahr wieder, starker Südwestwind bildet neue Verwehungen. Daher warnen wir vor gefährlichen Schneeverhältnissen im größeren Teil unserer Berge. Bei Routenwahl äußerst vorsichtig sein, Berggang nur für wirklich Erfahrene.
Bei Erwärmung und Regen rutscht auch Schnee von Dächern.
Neuer Bericht erscheint Montag, 21.1.2013
Allgemeine Lawinengefahr ist 4. Stufe nach europäischer Fünfstufen-Skala.
Quelle: ARSO