Schneeverhältnisse in den Bergen 18.2.2011
18.02.2011
In der Nacht auf Donnerstag und am Donnerstag tagsüber hat es geschneit. In den Bergen sind 10 bis 50 cm Schnee gefallen, in den westlichen Julischen Alpen etwa 50 cm, in den zentralen Julischen Alpen sowie westlichen Karawanken 25 bis 40 cm, anderswo weniger. Der Neuschnee hat sich schlecht mit der krustigen Unterlage verbunden. Südwestwind wehte und bildete Verwehungen.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis etwa 360 cm Schnee, auf 1500 m bis etwa 140 cm. Anderswo in unseren Bergen auf 1500 m etwa 30 cm Schnee. Eine dünne Schneedecke reicht bis in die Tieflagen. Der Schnee ist weich und locker, an windexponierten Stellen oft bis zur harten und teilweise vereisten alten Unterlage weggeweht.
Die Lawinengefahr hat sich in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken auf Stufe 3 erhöht, anderswo beträgt sie 1 bis 2 je nach Neuschneemenge. Besonders gefährlich sind Stellen mit verwehtem Schnee und steilere Hänge. In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken können auch spontan mittelgroße Lawinen aus neuem trockenem Schnee von genügend steilen Hängen abgehen. Meist wird eine Lawine jedoch durch zusätzliche Belastung eines Fußgängers oder Skifahrers ausgelöst.
Bis Montag bleibt trockenes und kaltes Wetter. Die Temperatur in den Bergen bleibt unter Null. Die Nullgradgrenze liegt samstags noch bei etwa 1200 m, dann unter 800 m. Die Schneedecke wird sich langsam setzen und umwandeln, schneller an besonnten Hängen. Nordostwind transportiert Schnee und bildet neue Verwehungen an den westlichen und südlichen Seiten von Graten und Pässen. Die Lawinengefahr nimmt nur langsam ab.
Der nächste Bericht wird am Montag, dem 21. Februar, herausgegeben.
Die allgemeine Lawinengefahr ist erheblich, d.h. Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO