Schneeverhältnisse in den Bergen 18.2.2013
18.02.2013
Vom Donnerstag an war das Wetter in den Bergen trocken und kalt.
Es gab auch etwas Sonne, die das Umwandeln der Schneedecke an sonnigen Hängen beeinflusste. Die Schneedecke setzte sich und wandelte sich um, die Kruste an der Oberfläche verstärkte sich. Schnee blieb trocken und locker nur in schattigen Lagen, wo aber der Wind stellenweise eine Kruste bildete.
Die Schneedecke reicht bis in die Täler. Auf 2500 m in den Julischen Alpen rund 290 cm Schnee, auf 1500 m 220 cm, auch im Vorland auf 1000 m bis 120 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 80 bis 120 cm Schnee, auf 1000 m rund 70 cm.
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, die kein menschliches Gewicht trägt. Locker ist sie nur in geschützten, schattigen Lagen. Die Schnee-Verhältnisse sind sehr unterschiedlich und verändern sich über relativ kleine Distanzen. An windexponierten Lagen ist die Schneedecke stark ausgehärtet und stellenweise vereist, ausgedehnt sind Felder mit gewindetem Schnee. An Graten gibt es Überhänge.
Die Lawinengefahr hat sich etwas verringert. Oberhalb der Waldgrenze meist 3. Stufe, darunter 2. Stufe, unter ca. 1000 m 1. Stufe. An ausreichend steilen Hängen kann eine Lawine von kaltem Schnee schon bei geringer Belastung ausgelöst werden. Stellenweise ist noch spontanes Abgehen kleiner Lawinen möglich. Auch Stellen mit gewindetem Schnee sind gefährlich.
Heute keine nennenswerten Niederschläge, aber bewölktes und nebliges Wetter mit Temperaturen unter null wird vorherrschen. Dienstag trocken und teilweise sonnig. Die Schneedecke wird sich weiter langsam umwandeln, die Lawinenlage ändert sich bis mittags nicht wesentlich. Neuer Bericht wird am Mittwoch, 20.2.2013 herausgegeben
Die allgemeine Lawinengefahr ist beträchtlich, d.h. 3. Stufe nach der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO