Schneeverhältnisse in den Bergen 19.1.2010
19.01.2011
Trockenes und relativ warmes Wetter endet. Dienstag hat es sich bereits in Höhen etwas abgekühlt, Gefriergrenze auf ca. 2200 m ü. NN gesunken, heute unter 1500 m. Schneedecke besonders an Südhängen tags weiter abgetaut und nachts gefroren, nur oberhalb ca. 2200 m ganztägig gefroren. Oberkruste verstärkt.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis ca. 360 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m ca. 10 cm Schnee. Südhänge stellenweise kahl auch oberhalb 1500 m. Schneedecke meist mit Kruste bedeckt, die kein menschliches Gewicht trägt. Wo Schnee weggeweht, Unterlage härter und stellenweise vereist. Weicher Schnee nur in Mulden des Hochgebirges. Heute Nacht gefroren auch tiefer.
Lawinengefahr im Hochschnee der Julischen Alpen oberhalb ca. 1800 m Stufe 2. Lawine durch starke Zusatzbelastung auslösbar besonders an windverfrachteten Stellen und steileren Hängen. Sonst in unseren Bergen Stufe 1. Tags dünnt Schneedecke an Südhängen aus, Möglichkeit von Rechenlawinen steigt leicht. An weggeblasenen Stellen Rutschgefahr.
Heute bewölkt und in Bergen leichter Schneefall beginnt.
Schneefall dauert bis morgen, tagsüber dann nachlassend.
10 bis 15 cm Neuschnee. Höher fällt er auf krustige Unterlage und verbindet sich deshalb schlecht damit. Nordostwind weht Neuschnee in Verwehungen, an windoffenen Stellen wahrscheinlich Neuschnee komplett weg bis alte Basis. Lawinengefahr steigt leicht besonders an windverfrachteten Stellen. Abkühlung, Gefriergrenze heute unter 1000 m, donnerstags bei ca. 600 m ü. NN. Bis freitags trocken und kalt, starker Nordostwind der Schnee in Bergen in Verwehungen transportiert.
Nächster Bericht freitags, 21. Januar.
Allgemeine Lawinengefahr mäßig, d.h. Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO