Schneeverhältnisse in den Bergen 20.1.2012
20.01.2012
Das trockene Wetter hält an. Gelegentlich war es bewölkter als in der ersten Wochehälfte. In Höhenlagen lagen Schichten wärmerer Luft, bis heute ist die Schneefallgrenze jedoch bereits auf ca. 1100 m abgesunken. Die Schneedecke wandelt sich und setzt sich langsam.
Die Schneedecke ist sehr unterschiedlich. In geschützten Lagen und Nordhängen ist der Schnee stellenweise weich, meist jedoch von einer Kruste bedeckt, die hauptsächlich durch Wind, weniger durch tagsüberiges Schmelzen entstanden ist.
Stellenweise trägt die Kruste menschliches Gewicht. Es gibt viele Windhäufungen und loser Schnee, gleichzeitig ist der Schnee an windexponierten Stellen stark verharscht, mit harter und stellenweise vereister Unterlage. Die Schneedecke beginnt in ca. 1300 m Seehöhe, an Nordhängen bei ca. 1000 m. In den Julischen Alpen sind bei 2500 m ca. 100 cm Schnee, bei 1500 m ca. 50 cm. Sonst in unseren Bergen bei 1500 m ca. 20 cm. Lawinengefahr meist Grad 1. Gefährlicher sind nur windbeladene Stellen und steile Hänge. Dort kann bei starker Belastung der Schneedecke eine Lawine ausgelöst werden. An ausgefegten Stellen Rutschgefahr.
Auch heute keine nennenswerten Niederschläge. Schneefallgrenze morgen bei ca. 1000 m, Sonntag Anstieg auf ca. 1700 m. Trocken und teilweise sonnig. Schnee wandelt sich weiter langsam um, an Nordhängen bleibt er trocken und unverändert. Lawinenlage ändert sich nicht.
Neues Bulletin am Montag, 23.1.2012.
Allgemeine Lawinengefahr Grad 1 nach europäischer 5-stufiger Skala.
Quelle: ARSO