Schneeverhältnisse in den Bergen 21.2.2011
21.02.2011
Am Freitag, Samstag und dem größten Teil des Sonntags war trockenes Wetter in den Bergen. Es kühlte allmählich ab und bis Sonntag sank die Frostgrenze auf etwa 500 m Höhe. Am Sonntagabend begann leichter Schneefall, doch bis heute Morgen fielen nur bis zu 5 cm Schnee. An besonnten Hängen wandelte sich die Schneedecke am Freitag und Samstag um, wurde tagsüber weich und fror nachts, wobei die Oberflächenkruste stärker wurde. In schattigen Lagen war die Umwandlung langsamer.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis etwa 360 cm Schnee, auf 1500 m bis etwa 140 cm. Anderswo in unseren Bergen auf 1500 m etwa 30 cm Schnee. Eine dünne Schneedecke reicht bis in die Tieflagen. Der Schnee ist größtenteils mit einer Kruste bedeckt, die menschliches Gewicht nicht trägt. In windgeschützten Lagen ist der Schnee stellenweise noch weich. Auf der Kruste liegen einige Zentimeter Neuschnee.
An windexponierten Stellen ist die Schneedecke stark ab geweht bis zur harten, teilweise vereisten Unterlage.
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 3 in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, anderswo 1 bis 2. Besonders gefährlich sind Stellen mit Verwehungen und steilere Hänge. In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken können noch einzelne mittelgroße Lawinen aus neuem trockenem Schnee von genügend steilen Hängen abgehen. Meist wird eine Lawine jedoch durch zusätzliche Belastung eines Fußgängers oder Skifahrers ausgelöst.
Das kalte Wetter setzt sich fort. Die Temperatur bleibt in den Bergen durchgehend unter Null. Der leichte Schneefall hört heute auf und bis Freitag bleibt es trocken. Im Hochgebirge, zunächst auch tiefer, weht verstärkter Nordwind, der jedoch keine größeren neuen Verwehungen bildet. Die Schneedecke wandelt sich langsam um und setzt sich, die Lawinengefahr nimmt allmählich ab. An sonnenexponierten Hängen wird der Schnee ab Dienstag oder Mittwoch tagsüber weich, nachts gefrieren und die Oberflächenkruste stärker.
Der nächste Bericht wird am Freitag, dem 25. Februar, herausgegeben.
Die allgemeine Lawinengefahr beträgt Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO