Schneeverhältnisse in den Bergen 2.2.2011
2.02.2011
Das trockene und sonnige Wetter hält an. Die Obergrenze der Bewölkung ist von 1300 m auf ca. 1000 m Seehöhe gesunken. Die Temperatur stieg tagsüber über null bis ca. 1700 m Seehöhe. Die Luft war trocken. Daher hat sich die Schneedecke tagsüber nur auf sonnigen Hängen etwas aufgeweicht, wo sie durch nächtliches Einfrieren etwas schneller umgewandelt wurde. In schattigen Bereichen ist die Schneedecke noch schlecht umgewandelt.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis ca. 350 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 90 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m ca. 20 cm Schnee. Die Oberfläche ist meist mit Kruste bedeckt, die stellenweise menschliches Gewicht trägt. Auf dieser krustigen Basis bis ca. 10 cm trockener Schnee. Vieleorts ist die obere Schneeschicht stark windgepresst, an exponierteren Stellen bis zur alten, teilweise vereisten Unterlage. In geschützten Lagen mehr gewindeter, trockener Schnee.
Lawinengefahr oberhalb ca. 1800 m Grad 2.
Besonders gefährlich sind Stellen mit Gewindeschnee in schattigen Lagen. Dort kann bei höherer Zusatzbelastung eine Lawine ausgelöst werden. Sonst Grad 1. Stellenweise ist die Schneedecke hart und vereist, daher Rutschgefahr.
Bis Freitag trocken und noch kalt. Heute steigt die Temperatur tagsüber über null bis ca. 1500 m Seehöhe, morgen etwas höher. Deutlich wärmere Luft strömt in den Höhen ab der Nacht zum Freitag zu. Bis Freitagmorgen ändern sich die Lawinenverhältnisse nicht.
Nächster Bericht am Freitag, 4. Februar.
Allgemeine Lawinengefahr mäßig, d. h. Grad 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO