Schneeverhältnisse in den Bergen 22.4.2011
22.04.2011
In den vergangenen Tagen war es in den Bergen meist klar. Die Schneegrenze ist über die höchsten Gipfel gestiegen. Die Schneedecke ist nachts gefroren, tagsüber aber aufgeweicht und geschmolzen.
In den Julischen Alpen sind auf 2500 m ca. 280 cm Schnee, auf 1500 m ca. 30 cm. Südhänge sind auch höher frei von Schnee.
Sonst in unseren Bergen ist auf 1500 m Schnee nur in Mulden. Südhänge sind auch über 2000 m frei. Die Schneedecke ist meist gut umgewandelt, außer in schattigen Hochlagen. Morgens und vormittags ist sie gefroren, dann tagsüber weicht die Oberfläche auf.
Lawinengefahr meist 1. Stufe. Schnee ist stabil. Morgens und vormittags ist die Oberfläche hart, Gefahr des Ausrutschens.
Für das Wochenende setzt sich das trockene Wetter fort. Etwas mehr Bewölkung, daher ist die nächtliche Abkühlung etwas weniger ausgeprägt, und der Schnee friert nachts nicht mehr so hart ein. Ab Montag wird die Luft feuchter und es gibt weniger Sonnenschein.
Lokale Schauer treten auf, bei denen oberhalb ca. 1600 m auch Schnee fällt. Die Mengen sind jedoch gering und stark ortsabhängig. Die Schneegrenze sinkt auf ca. 2300 m, ab Dienstag auf ca. 2100 m Seehöhe.
Die Schneedecke im Hochgebirge bleibt länger gefroren und weicht nicht so stark auf. Die Lawinengefahr ändert sich nicht. Bei etwas niedrigeren Temperaturen besteht etwas mehr Möglichkeit für Ausrutscher im Hochgebirge.
Das nächste Bulletin erscheint am Donnerstag, 28. April 2011.
Allgemeine Lawinengefahr 1. Stufe nach der europäischen Fünfstufen-Skala.
Quelle: ARSO