Schneeverhältnisse in den Bergen 2.3.2011
2.03.2011
In den Bergen herrschte seit Montag trockenes und kaltes Wetter. Am Dienstag verstärkte sich der Ostwind, der Schnee transportierte und Windhauben auf den Westseiten von Graten und Übergängen bildete. Freitag und Samstag sonnig, Sonntag teilweise bewölkt.
Die Schneedecke wandelte sich wegen niedriger Temperaturen nur langsam um.
In den Julischen Alpen sind auf 2500 m ca. 350 cm Schnee, auf 1500 m ca. 140 cm. Andernorts in unseren Bergen auf 1500 m ca. 30 cm Schnee. Die dünne Schneedecke reicht in schattigen Mulden stellenweise bis in die Ebenen, Südhänge sind meist kahl bis ca. 1000 m über dem Meer. Schnee meist mit Kruste bedeckt, entstanden teils durch Wind, auf Südhängen auch durch tagsüberliches Schmelzen und nächtliches Einfrieren in der Vorwoche. Kruste trägt meist nicht das Gewicht eines Menschen. In Schattenlagen ist stellenweise noch Prachtschnee vorhanden, besonders dort, wo ihn der Wind angeweht hat. Ausgedehnte Flächen mit gewindetem Schnee. An windoffenen Stellen ist die Schneedecke stark abgetragen bis auf harten, teils vereisten Untergrund.
Lawinengefahr im Julischen Alpen und westlichen Karawanken 3. Stufe, anderswo 2. Stufe, tiefer wo wenig Schnee 1. Stufe. Gefährlich vor allem windbelastete Stellen und steilere Hänge, besonders Schattenlagen. Ein Tourengänger oder Wanderer kann an solchen Stellen schon bei geringer Zusatzbelastung eine Platten- oder Schneebrettlawine auslösen. Spontane Lawinen werden größtenteils nicht erwartet.
Bis Freitag trockenes und kaltes Wetter. Heute weht noch starker Ostwind, Donnerstag lässt er nach. Wind transportiert noch Schnee. Schneehalt- und Lawinenlage ändert sich kaum.
Nächster Bericht wird am Freitag, 4. März herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO