Schneeverhältnisse in den Bergen 24.10.2011
24.10.2011
Nach dem letzten Schneefall war es in den Bergen kalt und meist bewölkt, stellenweise auch leichte Niederschläge. Die Schneegrenze lag anfangs bei etwa 1000 m ü. NN., stieg aber zum Wochenende hin allmählich an und liegt heute bei etwa 1300 m ü. NN. und steigt weiter. Tiefer unten hat sich der Schnee vereist und auf sonnigen Hängen auch abgeschmolzen, höher oben hat er sich nur leicht gesetzt.
Der vorherrschende Ost- und Südostwind hat an windexponierten Stellen Windschneehaufen gebildet.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis ca. 60 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 40 cm. Sonst auf 1500 m ca. 30 cm Schnee.
Die Schneedecke ist weich und im Hochgebirge noch locker, an windexponierten Stellen mit dünner Kruste bedeckt. Tiefer unten ist der Schnee nass. Lawinengefahr meist gering, 1. Stufe.
Größere Möglichkeit, durch Belastung der Schneedecke eine Lawine auszulösen, besteht nur an Stellen mit windverfrachtetem Schnee.
In den nächsten Tagen bewölktes Wetter. Es wird allmählich milder. Die Schneegrenze steigt bereits morgen über 2500 m und bleibt die ganze Woche hoch. Ausgeprägtere Niederschläge treten ab Dienstag auf und verstärken sich bis Mitte der Woche in unseren Bergen.
Auf dem Pohorje wenig, am meisten im westlichen Teil der Julischen Alpen und Karawanken. Die Schneefallgrenze steigt dienstags auf ca. 2000 m, dann auf ca. 2300 m. Schnee taut tiefer unten auf und schmilzt, höher oben nimmt die Schneemenge zu und damit die Lawinengefahr. Die Bedingungen für Bergtouren sind diese Woche ungünstig.
Neues Bulletin erscheint am Donnerstag, 27.10.2011.
Allgemeine Lawinengefahr 1. Stufe nach europäischer fünfstufiger Skala.
Quelle: ARSO