Schneeverhältnisse in den Bergen 24.4.2017
24.04.2017
Allgemeine Lawinengefahrenstufe - Montag, 24. 4. 2017
Gefahr ist Stufe 1 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: günstige Bedingungen, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Lawinengefahr ist GERING, Stufe 1. Die Schneedecke ist meist stabil, nur an Stellen mit windgepresstem Schnee, vor allem an südlichen Gratenflanken, gibt es stellenweise noch einige Gründungen.
Schneeverhältnisse
In den vergangenen Tagen hat es in den Bergen etwas aufgeklart, aber die Schneehöhengrenze hat die Seehöhe von 1800 m nicht überschritten. Bei Sonnwetter hat sich der Schnee, der Mitte der Woche fiel, abgesetzt und umgewandelt und tiefer auch abgeschmolzen. Am Sonntag fielen stellenweise ca. 5 cm Schnee und es kühlte etwas ab. Schnee ist lokal recht unterschiedlich. Auf altem, hartem und stellenweise vereistem Untergrund liegt etwas Neuschnee, der meist krustig ist, nur in schattigen Lagen noch weich. Ziemlich viel ist in Windschneeverwehungen.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Heute mäßig bis meist bewölkt und gelegentlich neblig. Weniger Bewölkung im östlichen Teil unserer Berge. Mäßiger Südwestwind. 0 Grad am Nachmittag in Seehöhe ca. 2100 m. Noch wärmer morgen, wenn sich die Schneehöhengrenze auf ca. 2500 m über dem Meer hebt. Südwestwind nimmt etwas zu. Geringe Niederschläge treten heute in den Hügeln der Notranjska, nördlichen Primorska und westlichen Julijci auf, morgen ggf. bis Kamnik-Alpen. Mittwoch verstärken sich die Niederschläge im Westen. Starker Südwestwind. Schneefallgrenze steigt und ist am Nachmittag in Seehöhe ca. 2100 m. Donnerstag bewölkt und neblig mit Niederschlag. Schneefallgrenze ca. 1900 m über dem Meer. In der Nacht auf Freitag sinkt sie mit Zufluss kalter Luft und am Ende des Niederschlags kann es voraussichtlich bis in Seehöhe ca. 500 m schneien. Bis Freitagmorgen können oberhalb ca. 1900 m 20 bis über 50 cm Schnee fallen, mehr vor allem in den Julischen Alpen.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Heute und morgen taut Schnee tagsüber, friert nachts oberhalb Seehöhe ca. 2000 m wieder ein. Mittwoch im westlichen und zentralen Teil unserer Berge oberhalb 2100 m fällt bereits etwas Schnee, am meisten donnerstags. Südwestwind weht Neuschnee in Verwehungen, sodass an nördlichen und östlichen Gratenflanken Bereiche mit windgepresstem Schnee entstehen. An steilen Hängen lösen sich schon beim Schneefall Lawinen von neuem, schlecht haftendem Schnee. Lawinengefahr steigt daher im Hochgebirge voraussichtlich auf Stufe 3. Bei Abkühlung schneit es tiefer, dort fällt aber viel weniger Schnee auf blanken Untergrund, daher dort keine erhöhte Lawinengefahr.
Nächste Ausgabe: Freitag, 28. 4. 2017
Quelle: ARSO