Schneeverhältnisse in den Bergen 25.1.2012
25.01.2012
In der Nacht zum Dienstag und dienstags morgens fielen in den Bergen bis zu 5 cm Schnee. Es kühlte sich ab, die Schneegrenze sank auf etwa 600 m ü. NN. Der neue Schnee hat sich schlecht mit dem meist krustigen oder harten Untergrund verbunden. Die Schneedecke hat sich in den vergangenen Tagen langsam umgewandelt, vor allem auf sonnigen Hängen hat sich die Kruste verstärkt.
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, auf der einige Zentimeter Pulverschnee liegen, außer an windexponierten Stellen.
Die Kruste trägt stellenweise das Gewicht eines Menschen. Nur stellenweise in geschützten Lagen in Mulden ist der Schnee noch weich. Viele Windplatten und Schneebrettablösungen, gleichzeitig ist der Schnee an windexponierten Stellen stark ausgehärtet, dort ist der Untergrund hart und stellenweise vereist. Schnee ist in den Bergen wenig. Erwähnenswerte Schneedecke beginnt in etwa 1300 m ü. NN, in Mulden um 1000 m. In den Julischen Alpen sind in 2500 m bis ca. 100 cm Schnee, in 1500 m bis ca. 50 cm.
Sonst in unseren Bergen in 1500 m bis ca. 30 cm. Lawinengefahr meist 1. Stufe. Gefährlicher sind nur Stellen mit windverfrachtetem Schnee und steile Hänge. Dort kann eine Lawine nur bei stärkerer Belastung der Schneedecke ausgelöst werden. An ausgehärteten Stellen besteht Rutschgefahr.
Es bleibt trocken und kalt. Temperatur in den Bergen und auch im Vorland bleibt die ganze Zeit unter null. Aber durch zunehmende Sonneneinstrahlung taut der Schnee auf sonnigen Hängen tagsüber oberflächlich etwas auf und friert nachts zu. Die Kruste verstärkt sich.
Neuer Bericht wird am Freitag, 27.1.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 1. Stufe nach der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO