Schneeverhältnisse in den Bergen 27.1.2017
27.01.2017
Die Gefahrlage ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: verfrachteter Schnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, frischer Schnee durch Wind verfrachtet
Gefahrenabschätzung
Die Lawinengefahr ist in weiten Teilen unserer Berge oberhalb ca. 1800 m Seehöhe MÄSSIG, Stufe 2. Spontane Lawinen sind nicht zu erwarten, aber bei stärkerer Belastung der Schneedecke können Lawinen ausgelöst werden VORNEHMLICH an Stellen mit verfrachtetem Schnee sowie auf steileren Hängen, insbesondere dort, wo Schnee auf grasigem oder laubbedecktem Untergrund gefallen ist. Tiefer ist die Gefahr GERING, Stufe 1.
Schneeverhältnisse
Kein Neuschnee, Temperatur war außer kurz am Mittwoch unter null. Bei Sonnwetter schmilzt auch auf sonnigen Hängen der Schnee tagsüber meist nicht. Kein starker Wind. Schnee ist in geschützten Lagen meist weich, an windexponierten Stellen stellenweise hart. Sonst hauptsächlich weich und trocken. Windexponierte Lagen sind stark ausgefegt, viel Kloß.
Erwartete Wetterentwicklung
Trockenes Wetter setzt sich fort. Auch in den Bergen sonnig. Bereits heute über null in Schicht zwischen 1400 und 1900 m, tagsüber verdickt sich diese Schicht vorübergehend etwas Richtung höherer Lagen. Morgen negative Temperaturen nur in flachem Luftschicht in manchen Tälern, Schneegrenze um 2000 m. Sonntag dickt die Kaltluftschicht unter Temperaturumkehr wieder an. Etwas ausgeprägterer Westwind heute und morgen.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Vor allem in Schicht mit positiver Temperatur taut die Schneedecke an sonnigen Hängen tagsüber ein, friert nachts zu und Kruste bildet sich. In schattigen Lagen bleibt Schnee relativ schlecht umgewandelt, meist trocken und weich. Lawinengefahr in Rinnen oberhalb ca. 1800 m Seehöhe bleibt bis Montag voraussichtlich Stufe 2.
Nächste Ausgabe: Montag, 30. 1. 2017
Quelle: ARSO