Schneeverhältnisse in den Bergen 27.3.2013
27.03.2013
Am Montag und Dienstag schneite es noch, aber die Niederschläge liessen am Dienstagnachmittag nach. Die Temperatur war die ganze Zeit unter null. Es wehte mässiger Wind aus nördlichen Richtungen und transportierte trockenen Schnee in Verwehungen.
Die Temperatur war die ganze Zeit unter null, die Bedingungen waren völlig winterlich und sind es heute noch. Der neue Schnee hat sich fast nicht umgewandelt, ausser im Hügelland.
Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 410 cm Schnee, auf 1500 m bis 270 cm und auf 1000 m von 80 bis ca. 100 cm. Andereswo in unseren Bergen auf 1500 m von 90 bis 150 cm, auf 1000 m von ca. 40 bis 70 cm.
Der Schnee ist meist weich und leicht, an windexponierten Stellen verdichtet bis zur alten Basis, die teilweise das menschliche Gewicht trägt.
Viele Verwehungen und Platten.
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge noch meist 3. Stufe, unter ca. 1500 m 2. Stufe. Von ausreichend steilen Hängen können einzelne Lawinen aus teilweise verklebtem Schnee abreissen. Schon bei geringer Zusatzbelastung können Sie schnell eine Windplattenlawine auslösen.
Bis Freitag steigt die Schneemelde schrittweise auf ca. 1600 m Seehöhe. Bei etwas dünnerer Bewölkung und kurzen Aufhellungen wandelt sich der Schnee heute etwas schneller um und verdichtet sich vor allem im Mittelgebirge etwas, in schattigen Lagen bleibt er meist trocken. Beim allmählichen Auftauen wandelt sich der Schnee zwar schneller um, gleichzeitig werden aber die Hänge mit Windschnee etwas labiler. Donnerstagabend treten Niederschläge auf. Die Schneefallgrenze bleibt bis Freitagmorgen unter 1000 m. Bis dahin fallen vor allem in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken sowie in den Kamnischen Alpen bis 10 cm Neuschnee.
Neuer Bericht wird am Freitag, 29.3.2013 früh herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr ist erheblich, d.h. 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO