Schneeverhältnisse in den Bergen 27.3.2017
28.03.2017
Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Nasser Schnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist morgens und teilweise vormittags GERING, Stufe 1. Tagsüber steigt sie durch tagtägliche Erwärmung und Sonneneinstrahlung vor allem auf sonnigen Hängen auf MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steile Hänge und windgepresste Schneeflächen an allen Seiten der Grate. Einzelne kleinere spontane Nassschneelawinen sind möglich, auf steileren Hängen in niedrigeren Lagen sind grundlawinenartige Nassschneelawinen möglich.
Schneeverhältnisse
Schnee ist, ausgenommen in Hochgebirgskesseln, gut umgewandelt. Die Schneedecke ist morgens meist vereist und hart, stellenweise vereist. Tagsüber wird sie besonders an sonnigen Hängen weich. Die Schneegrenze ist heute Nachmittag auf ca. 2000 m Meereshöhe gestiegen. Die Schneehöhe ist besonders im Hochgebirge sehr ungleichmäßig, an windexponierten Stellen ist stellenweise blank.
Erwartete Wettersituation
Bis Wochenende setzt sich sonniges und warmes Wetter fort, nur Donnerstag vorübergehend etwas Bewölkung. Morgen liegt die Schneegrenze über unseren höchsten Gipfeln, Mittwoch und Donnerstag senkt sie sich etwas auf 2200 bis 2400 m über Meer.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist relativ stabil, durch hohe Temperaturen labiliert sie sich tagsüber besonders unter Sonneneinfluss an sonnigen Hängen. Nachts gefriert sie und ist morgens hart und stellenweise vereist. Die Schneedecke taut an Südhängen und in Mittelgebirge ab, auch in Hochgebirgskesseln weicht sie tagsüber auf. Bis Freitag sind keine größeren Änderungen der Lawinenlage zu erwarten.
Quelle: ARSO