Schneeverhältnisse in den Bergen 28.2.2011
28.02.2011
Das kalte Wetter hält an. Am Freitag und Samstag war es sonnig, am Sonntag hat es sich stellenweise etwas bezogen. Die meiste Zeit wehte Nordwind, am stärksten am Freitag und Samstag. Keine größeren neuen Verwehungen. Aufgrund niedriger Temperaturen hat sich die Schneedecke etwas schneller nur auf sonnigen Hängen umgewandelt, in schattigen Mulden blieb der Schnee meist unverändert, trocken. In der Nacht zum Montag fielen stellenweise in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken 5 bis 10 cm Frischschnee, der sich nicht mit dem Untergrund verbunden hat. Sonst keine Niederschläge.
In den Julischen Alpen auf 2500 m ca. 350 cm Schnee, auf 1500 m ca. 140 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m ca. 30 cm Schnee. Die dünne Schneedecke reicht in Mulden stellenweise bis in die Tieflagen, sonnige Hänge sind meist kahl bis ca. 1000 m über Meer. Der Schnee ist meist mit Kruste bedeckt, teils durch Wind, auf sonnigen Hängen auch durch tagsüberliches Schmelzen und nächtliches Einfrieren. Die Kruste trägt meist kein menschliches Gewicht. In Mulden liegt stellenweise noch Frischschnee, besonders wo der Wind ihn geweht hat. Ausgedehnte Flächen mit Windschnee. An windexponierten Stellen ist die Schneedecke stark abgetragen bis auf harten, teils vereisten Untergrund.
Lawinengefahr 3. Stufe in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, sonst 2. Stufe, tiefer wo wenig Schnee 1. Stufe. Gefährlich vor allem Stellen mit Windschnee und steilere Hänge, besonders schattseitig. Besonders ein Tourenski- oder Wanderer kann eine Plattenlawine auslösen. Spontanes Lawinenabgehen meist nicht zu erwarten, nur in Julischen Alpen und westlichen Karawanken können sich auch kleinere Lawinen neuen, trockenen Schnees auf krustigem Untergrund lösen.
Heute und morgen meist trocken, aber ziemlich bewölkt.
Kalt. Nordostwind bringt neuen Schnee und schafft in Julischen Alpen und westlichen Karawanken neue Verwehungen. Der Schnee wandelt sich nur langsam um, lawinenmäßige Verhältnisse ändern sich daher bis Mitte der Woche nicht wesentlich.
Nächster Bericht erscheint am Mittwoch, 2. März.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO