Schneeverhältnisse in den Bergen 30.11.2012
30.11.2012
Gestern sank die Schneefallgrenze auf um die 1100 m Seehöhe, in der Nacht auf Freitag stellenweise bis in die Tieflagen. In den Bergen oberhalb 1500 m ü. M. sind seit Mitte der Woche 10 bis über 50 cm Schnee gefallen. Die Menge ist größer in den Julischen Alpen und natürlich mit zunehmender Höhe. Da es in den Höhen abkühlte, war der Schnee im Hochgebirge trocken. Zunächst wehte noch Süd- bis Südwestwind, letzte Nacht drehte er ostwärts.
Verwehungen entstanden so auf verschiedenen Seiten..
Eine feste Schneedecke liegt nun überall in den Bergen, nur die Mächtigkeit variiert erheblich. Der Schnee ist weich. Besonders im Hochgebirge über 2000 m gibt es viele Verwehungen. Dort beträgt die Lawinengefahr 2. Stufe.
Besonders gefährdet sind steilere Hänge mit windgepresstem Schnee, sonst ist die Schneedecke meist stabiler. Spontane Lawinen werden meist nicht erwartet außer kleinen Abreißern von steilen Hängen im Hochgebirge.
Es bleibt kaltes Winterwetter. Gelegentlicher Schneefall heute und in der Nacht zum Samstag, sowie Sonntag und Nacht zum Montag.
Bis Montagmorgen fallen voraussichtlich 5 bis 15 cm trockener Schnee, der die Lawinenlage kaum verändert. Die Schneedecke setzt sich etwas. Der Ostwind treibt jedoch an windoffenen Stellen Schnee in Verwehungen.
Neues Bulletin am Montag, 3.12.2012.
Allgemeine Lawinengefahr mäßig, d.h. 2. Stufe nach europäischer fünfstufiger Skala.
Quelle: ARSO