Schneeverhältnisse in den Bergen 30.1.2013
31.01.2013
In den Bergen war das Wetter am Montag und Dienstag meist trocken.
Die Temperatur lag um den Nullpunkt, am Dienstag tagsüber begann wärmere Luft einzufließen, und heute liegt die Frostgrenze auf einer Höhe von 2600 m, wird aber tagsüber noch etwas steigen. Die Luft ist trocken, daher fror die Schneedecke nachts ein, tagsüber weichte sie vor allem an sonnigen Hängen und auf Plateaus auf. Der Schnee verwandelte sich langsam, an sonnigen Hängen verstärkte sich die Kruste.
Die Schneedecke reicht bis in die Tieflagen. Der Schnee ist an der Oberfläche meist mit einer Kruste bedeckt, die durch tägliches Erwärmen und nächtliches Gefrieren entstanden ist und das menschliche Gewicht nicht trägt. In schattigen Lagen ist der Schnee noch trocken und weich. An windausgesetzten Stellen im Hochgebirge gibt es zahlreiche Verwehungen. Auf 2500 m gibt es in den Julischen Alpen bis zu etwa 240 cm Schnee, auf 1500 m bis zu etwa 130 cm. Anderswo in unseren Bergen gibt es auf 1500 m 30 bis etwa 50 cm Schnee. Auf 1000 m ist die Schneedecke bis zu etwa 30 cm dick.
Die Lawinengefahr ist meist Stufe 2. Sie erhöht sich tagsüber etwas an sonnigen Hängen, wo die Schneedecke durch Erwärmung und Sonneneinwirkung etwas labiler wird. Unter einer Höhe von etwa 1000 m ist die Gefahr meist Stufe 1. Gefährlich sind vor allem Stellen mit aufgewehtem Schnee sowie steilere Hänge, wo Sie durch Belastung der Schneedecke eine Lawine auslösen können. Spontane Lawinen, außer einigen kleineren Abgängen, erwarten wir nicht.
Das trockene und relativ warme Wetter wird anhalten. Der Schnee wird sich umwandeln und langsam setzen. Tagsüber wird er, außer in schattigen Lagen, aufweichen, nachts einfrieren. Die Oberflächenkruste wird sich verstärken. Die Schneedecke wird mittags und früh nachmittags etwas labiler sein als den Rest des Tages.
Der neue Bericht wird am Freitag, 1.2.2013 herausgegeben
Die allgemeine Lawinengefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünfstufenskala.
Quelle: ARSO