Schneeverhältnisse in den Bergen 30.3.2011
30.03.2011
Am Montag war es bewölkt mit leichten Niederschlägen. In den Bergen fielen einige Zentimeter Schnee, unter ca. 1500 m regnete es.
Am Dienstag klärte es auf, es bildete sich jedoch klumpige Bewölkung, die die Menge der Sonneneinstrahlung reduzierte. Die Schneefallgrenze lag auf ca. 1800 m ü. NN. Der Schnee transformierte sich in der Hochgebirgsregion langsam und setzte sich, tiefer war der Prozess schneller und der Schnee schmolz auch. Nachts fror es.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis ca. 390 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 90 cm. Am meisten Schnee im Posočje. Andernorts in unseren Bergen auf 1500 m noch bis 10 cm Schnee, meist nur in Mulden. Prisojna-Hänge sind auch höher frei von Schnee. Der Schnee im Hochgebirge ist meist mit einer Kruste bedeckt, die das Gewicht eines Menschen nicht trägt.
Tiefer ist der Schnee morgens gefroren, tagsüber weicht er auf.
Die Lawinengefahr ist meist 1. Stufe. Eine Lawine kann sich nur bei starker zusätzlicher Belastung der Schneedecke lösen, vor allem auf steileren Hängen und an windgepressten Stellen.
Besonders morgens besteht auch Rutschgefahr an windgepressten Stellen.
Sonniges Wetter hält an. Die Schneefallgrenze steigt und liegt Freitagmorgen bei ca. 2400 m ü. NN. Die Schneedecke transformiert und setzt sich beschleunigt, auch in Mulden. Schnee taut auch tiefer.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 1. April 2011.
Allgemeine Lawinengefahr 1. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO