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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse in den Bergen 3.1.2012

Schneeverhältnisse in den Bergen 3.1.2012

3.01.2012
Am Wochenende war es in den Bergen trocken und anfangs meist sonnig. Wegen der Temperaturumkehr lag die Schneegrenze relativ hoch, gelegentlich über 2500 m. Die Schneedecke war daher wasserreicher geworden und setzte sich etwas schneller ab, nachts gefror sie, vor allem auf Plateaus und in Kaltluftseen. Am Montag setzten in westlichen und südlichen Teilen der Julischen Alpen und des Vorlandes Niederschläge ein, in der Nacht auf Dienstag auch anderswo. Bis heute Morgen fielen in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken 20 bis ca. 35 cm Schnee, anderswo 5 bis 15 cm. Die Schneefallgrenze sank während der Niederschläge etwas, hing aber auch von deren Intensität ab. Heute Morgen lag sie bei ca. 1000 m ü. NN, im Osten etwas höher, im Westen in manchen Alpentälern bei ca. 900 m. Während des Schneefalls wehte starker Südwestwind, der Verwehungen und Lawinenhänge bildete. Neuer Schnee ist leicht und weich und meist trocken. Er hat sich meist gut mit dem Untergrund verbunden, schlechter nur im Hochgebirge oberhalb ca. 2000 m. Besonders an östlichen und nördlichen Gratseiten gibt es zahlreiche Verwehungen und Lawinenhänge. In den Julischen Alpen sind bei 2500 m ü. NN bis ca. 130 cm Schnee, bei 1500 m bis 70 cm.

Anderswo in unseren Bergen bei 1500 m bis ca. 40 cm. Die Lawinengefahr hat sich vor allem im Hochgebirge auf 3. Grad erhöht, tiefer sowie im östlichen Karawankenanteil und auf dem Pohorje liegt sie bei 1. bis 2. Grad. Besonders gefährdet sind windgepresste Stellen und steile Hänge. Dort kann schon bei geringer Belastung eine Lawine ausgelöst werden. Von steileren Hängen lösen sich zunächst auch kleinere Lawinen aus frischem, schlecht haftendem Schnee. An windoffenen Stellen im Hochgebirge ist neuer Schnee abgetragen, stellenweise bis zur alten Basis.

Bis Freitag wechselhaft und nicht zu kalt. Heute vormittags, morgen und donnerstags gelegentlich leichte Niederschläge. Schnee meist oberhalb 1000 m, gelegentlich etwas tiefer. Bis Freitagmorgen voraussichtlich 5 bis ca. 10 cm Neuschnee, mehr im Westen unserer Berge. Gelegentlich starker Südwest- bis Westwind, freitags Nordwestwind, der im Hochgebirge Schnee weht und neue Verwehungen bildet. Schnee setzt sich langsam ab. Wegen Neuschnee steigt Lawinengefahr nicht. Bis Freitag bleibt im Hochgebirge 3. Grad.

Neuer Bericht erscheint freitags, 6.1.2012.



Allgemeine Lawinengefahr 3. Grad nach europäischer 5-stufiger Skala.



Quelle: ARSO
         
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