Schneeverhältnisse in den Bergen 31.3.2017
31.03.2017
Die Lawinengefahr liegt auf der europäischen Fünfstufen-Skala auf Stufe 2 - MÄSSIG.
Hauptproblem: Nasses Schnee
Gefahrenmuster: Frühjahrssituation
BEWERTUNG DER GEFAHR
Die Lawinengefahr ist morgens und teilweise vormittags GERING, Stufe 1. Am Tag steigt sie durch tagtägliche Erwärmung und Sonneneinstrahlung vor allem auf sonnigen Hängen auf MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steile Hänge sowie Stellen mit windverfrachtetem Schnee auf schattigen Lagen. Auf steileren Hängen sind Grundlawinen von nassem Schnee möglich.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
Der Schnee ist außer in schattigen Hochlagen recht gut umgewandelt. Die Schneedecke ist morgens meist vereist und hart, stellenweise vereist. Am Tag wird sie vor allem auf schattigen Lagen weicher. Die Schneedeckenhöhe ist ungleichmäßig, auf windexponierten Lagen ist selbst im Hochgebirge stellenweise frei.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute und morgen setzt sich sonniges und warmes Wetter fort. Morgen weht Südwestwind. Die Schneefallgrenze liegt heute in der Höhe unserer höchsten Gipfel, morgen zwischen 2600 und 2800 m über Meer. Sonntag etwas mehr Bewölkung, 0 Grad in Höhen von 2400 bis 2600 m. Leichter Niederschlag am Nachmittag nicht ganz ausgeschlossen. Vor allem im östlichen Teil der Julischen Alpen sowie in den Kamnik-Savinja-Alpen kann es stellenweise neblig werden. Auch montags wechselnd bewölkt, vor allem am Nachmittag lokale Schauer. Etwas kühler.
TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Schneedecke ist relativ stabil, aber durch hohe Temperaturen wird sie tagsüber vor allem unter Sonneneinfluss auf sonnigen Lagen etwas labiler. Nachts gefriert sie und ist morgens hart und stellenweise vereist. Die Schneedecke taut rasch ab. Von steilen Hängen kann eine Nassschneelawine, auch eine Grundlawine, ausgelöst werden, da die Schneedecke tiefer unten wassergesättigt bis zum Boden ist. Bis montags sind keine größeren Änderungen der Lawinenlage zu erwarten.
Quelle: ARSO