Schneeverhältnisse in den Bergen 3.5.2017
3.05.2017
Allgemeiner Lawinengefahrengrad - Mittwoch, 3. 5. 2017
Die Gefahr liegt im 2. Grad auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: verharschter Schnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Einschätzung des Risikos
Die Lawinengefahr im Hochgebirge oberhalb ca. 2000 m ist MÄSSIG, 2. Grad, tiefer MAßIG, 1. Grad. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit windgepresstem Schnee. Tagsüber destabilisiert sich der Schnee decke unter Sonneneinwirkung zusätzlich auf sonnenexponierten Hängen.
Schneelage
In den Bergen war es anfangs relativ kalt. Bis Ende April lag die Schneefallgrenze zwischen 1400 und 1600 m. Am 30. erwärmte es sich tagsüber allmählich, und etwas über 0 Grad war es auch an den höchsten Gipfeln. Die Schneeedecke setzte sich und wandelte sich um, potenziell instabiler Schnee war von steilen Hängen bereits abgegangen. In der Nacht auf Dienstag, 2. Mai, schneite es vorübergehend wieder, meist oberhalb 1800 m. Im Hochgebirge, vor allem im Raum der Julischen Alpen, fiel bis ca. 10 cm Schnee, der die Lawinenlage jedoch nicht wesentlich veränderte. Vorübergehend kühlte es leicht ab. Der Schnee ist meist bereits krustig, da er tagsüber aufgetaut und nachts gefroren ist.
Erwartete wetterliche Entwicklung
Heute und in den nächsten Tagen wird das Wetter wechselhaft sein. Heute treten geringe lokale Niederschläge vor allem in den östlichen Karawanken und am Pohorje auf, morgen in einem größeren Teil unserer Berge. Ähnlich auch am Freitag. Die Niederschlagsmenge ist vernachlässigbar. Es wird sich noch etwas erwärmen, die Schneefallgrenze steigt über 2200 m, samstags auch über die höchsten Gipfel. Samstag wird sonnigster. Sonntag bewölkt mit Niederschlag. Die Schneefallgrenze liegt bei ca. 1800 m. Können 10 bis 20 cm Schnee fallen.
Tendenz der Schneelage
Die Schneeedecke setzt sich heute bis Samstag um und wandelt sich um sowie schmilzt. Nachts friert sie meist zu, tagsüber taut sie auf. Im Hochgebirge bleibt die Lawinengefahr im 2. Grad, die Schneeedecke wird bei Sonnenschein mittags und nachmittags etwas instabiler, wenn von steilen Hängen einzelne kleine Nasse-Lawinen abgehen können (die Schneeedecke durchfeuchtet bis zum Boden). Sonntags erhöht sich im Hochgebirge die Lawinengefahr durch neuen Schnee leicht wieder.
Nächste Ausgabe: Freitag, 5. 5. 2017
Quelle: ARSO