Schneeverhältnisse in den Bergen 4.1.2013
4.01.2013
Mittwoch schneite es leicht in den Bergen, es fielen von nur wenigen bis zu knapp 10 cm Schnee. Meist war er trocken und verband sich schlecht mit der krustigen Unterlage. Der Wind blies ihn in Verwehungen. Bereits Donnerstag strömte wieder wärmere Luft in die Höhen, die jedoch relativ trocken war. Die Schneedecke weichte tagsüber etwas auf, nur oberhalb ca. 2000 m blieb der Schnee trocken oder vereist. Heute liegt die Schneegrenze bei ca. 2400 m ü. NN. Die Schneedecke wandelt sich langsam um und stabilisiert sich.
Die Schneedecke reicht bis ca. 1100 m ü. NN. Der Schnee ist meist mit Kruste bedeckt, darauf liegt etwas Pulverschnee, der ebenfalls langsam krustig wird. Die Schneedecke ist sehr ungleichmäßig.
Viele Stellen sind schneefrei oder haben nur ganz wenig Schnee. Die größten Flächen mit verhangenem Schnee befinden sich an den südlichen und südwestlichen Seiten von Graten und Pässen. Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 140 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 40 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m von 15 bis unter 30 cm Schnee.
Lawinengefahr im Hochgebirge oberhalb ca. 2000 m 2. Stufe, tiefer 1. Stufe. Gefährdet sind steilere Hänge und Stellen mit verhangenem Schnee, wo bei größerer Zusatzbelastung eine Lawine ausgelöst werden kann. An windfreien Stellen besteht auch Rutschgefahr auf vereister Oberfläche.
Lawinenlage ändert sich am Wochenende kaum. Relativ trockene und warme Luft hält an, die Nullgradisotherme schwankt jedoch. Der Schnee wandelt sich langsam um, die Oberkruste verhärtet sich.
Neues Bulletin erscheint Montag, 7.1.2013.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO