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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse in den Bergen 4.2.2013

Schneeverhältnisse in den Bergen 4.2.2013

4.02.2013
In der Nacht auf Samstag und am Samstag war es bewölkt mit Niederschlägen.

Die Schneefallgrenze lag zunächst bei etwa 1600 m, am Samstagmorgen sank sie immer tiefer. Bis zum Abend fielen in den Bergen etwa 15 bis 60 cm Schnee, je nach Höhe und geographischer Lage. Mehr Niederschläge gab es im westlichen Teil unserer Berge. Beim Schneefall wehte ein starker Wind hauptsächlich aus nördlicher Richtung, der den neuen Schnee in Verwehungen trug. Im Hochgebirge war der neue Schnee trocken und haftete daher schlecht an der Unterlage, unter etwa 1700 m war er zunächst nass oder es regnete, daher ist die Bindung zwischen neuem und altem Schnee ganz gut.

Schon während des Schneefalls lösten sich Lawinen von ungebundenem Schnee, tiefer auch Bodenlawinen aus vom Regen durchweichtem Schnee. Bis heute hat sich der Schnee etwas gesetzt, der Wind trägt aber noch Schnee und macht neue Verwehungen.

Die Schneedecke reicht hauptsächlich bis in die Täler. Der Schnee ist ziemlich verweht, daher sind die Schneeverhältnisse sehr unterschiedlich und ändern sich auf relativ kleinen Distanzen. Stellenweise ist er weich und leicht, anderswo durch Wind härter, stellenweise bis zur harten Unterlage verweht. Ausgedehnt sind Gebiete mit aufgewehtem Schnee, es sind neue Wechten entstanden. Auf 2500 m gibt es in den Julischen Alpen bis zu etwa 260 cm Schnee, auf 1500 m bis zu etwa 170 cm.

Anderswo in unseren Bergen gibt es auf 1500 m 50 bis etwa 90 cm Schnee. Auf 1000 m ist die Schneedecke bis zu etwa 50 cm dick.

Die Lawinengefahr ist meist Stufe 3, unter etwa 1200 m Stufe 1 bis 2. Die größte Gefahr stellen zahlreiche Stellen mit aufgewehtem Schnee dar, besonders an steileren Hängen, wo Sie schon bei geringer Belastung der Schneedecke eine Lawine auslösen können. Möglich sind auch noch spontane Lawinen von trockenem, teilweise gebundenem Schnee von steilen Hängen.

Heute und morgen wird es meist trocken sein. Die Frostgrenze wird heute vorübergehend auf eine Höhe von etwa 1500 m steigen, morgen wird es aber schon abkühlen. Die Schneedecke wird sich langsam setzen und umwandeln, nur etwas schneller an sonnigen Hängen, da es wenig Sonne geben wird.

Der westliche und südwestliche Wind wird neue Verwehungen auf den östlichen und südlichen Seiten von Graten und Sätteln machen. In der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch tagsüber wird es wieder schneien. Bis Mittwochabend werden voraussichtlich 5 bis 10, im Hochgebirge auch bis 15 cm trockener Schnee fallen, den der Wind in Verwehungen trägt. Der neue Schnee wird voraussichtlich ganz gut an der Unterlage haften und daher wird sich die Lawinengefahr nicht viel erhöhen.

Der neue Bericht wird am Montag, 4.2.2013 herausgegeben



Die allgemeine Lawinengefahr ist Stufe 3 auf der europäischen Fünfstufenskala.



Quelle: ARSO
         
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