Schneeverhältnisse in den Bergen 4.3.2013
4.03.2013
Am Wochenende war es trockenes und sonniges Wetter. Samstag kühlte es vorübergehend etwas ab, Sonntag stieg die Schneehöhe wieder über 2000 m über dem Meeresspiegel. Die Luft war trocken, weshalb der Schnee tagsüber nur an sonnigen Hängen und stellenweise auf ebenem Gelände verharschte. Nachts fror er zu. Die Kruste verstärkte sich. Mittags lösten sich von steilen Südhängen kleine Lawinen von nassem Schnee.
In den Mulden blieb der Schnee trocken oder gefroren.
Auf 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 360 cm Schnee, auf 1500 m bis 240 cm und auf 1000 m ca. 100 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 90 bis 130 cm, auf 1000 m ca. 90 cm. Unter 1000 m hat sich die Schneedecke stark abgesetzt und stellenweise schon abgeschmolzen.
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, die morgens und vormittags an vielen Stellen das menschliche Gewicht trägt, gegen Mittag weich wird. In niedrigeren Lagen ist sie morgens hart, tagsüber verharscht und wird auch in die Tiefe weich. In schattigen Lagen bleibt der Schnee trocken oder gefroren. Stellenweise ist sie besonders morgens und frühvormittags vereist. Auf den Graten zahlreiche Lawinenkappen. Ansonsten ist die Schneedecke außer in Mulden und oberhalb ca. 2200 m bereits gut umgewandelt und verdichtet.
Die Lawinengefahr ist meist 2. Stufe, in niedrigeren Lagen 1. Stufe. Tagsüber erhöht sich auf sonnigen Hängen durch Sonneneinstrahlung die Möglichkeit von Grundlawinen. Von steilen grasbewachsenen Mittelgebirgshängen können mittags und frühnachmittags auch Bodenlawinen von nassem Schnee abgehen.
Nachts friert der Schnee zu und die Kruste verstärkt sich. Die Schneedecke wandelt sich um und stabilisiert sich. In der Nacht auf Mittwoch bewölkt es sich, in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken beginnt morgens Regen, oberhalb ca. 1400 m leichter Schnee.
Neuer Bericht wird am Mittwoch, 6.3.2013 herausgegeben
Allgemeine Lawinengefahr ist 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO