Schneeverhältnisse in den Bergen 4.4.2011
4.04.2011
Im sonnigen und warmen Wetter hat sich die Schneedecke schnell abgesetzt und geschmolzen. Die Schneegrenze ist bis heute Morgen über unsere höchsten Gipfel gestiegen. Schnee ist nachts hauptsächlich nur im Hochgebirge sowie auf Plateaus und in Kaltluftseen gefroren.
In den Julischen Alpen auf 2500 m bis ca. 370 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 80 cm. Am meisten Schnee in den westlichen Julischen Alpen. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m Schnee meist nur in den Nordhängen. Südhänge sind auch höher frei. Schnee ist morgens und vormittags meist hart oder krustig, tagsüber weich.
Tiefer ist der Schnee weich.
Lawinengefahr meist 1. Stufe, tagsüber durch Sonneneinwirkung auf Südhängen auf 2. Stufe steigend. Lawine kann durch starke Zusatzbelastung ausgelöst werden, vor allem auf steileren Hängen und windgepressten Stellen. Gefährlicher sind Südhänge mittags und nachmittags.
Auch Lawinen von weichem Südschnee können von steilen Hängen abrutschen. Besonders morgens auch Rutschgefahr auf verharschten Stellen.
Heute bewölkt sich es und nachmittags treten Niederschläge auf, die bis morgen früh abklingen. Schneefallgrenze sinkt gegen Ende der Niederschläge auf ca. 1400 m ü. NN.
Im Hochgebirge können 5 bis 10 cm Neuschnee fallen. Morgen tagsüber teilweise klar mit wechselnder Bewölkung, mittags und nachmittags noch einzelne Schauer. Bis abends wird es etwas wärmer und Schneegrenze bei ca. 2000 m ü. NN. Neuer Schnee erhöht Lawinengefahr nicht, da er sich gut mit der Unterlage verbinden wird. Tiefer taut Schnee schnell ab.
Nächster Bericht erscheint am Mittwoch, 6. April 2011.
Allgemeine Lawinengefahr Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala.
Quelle: ARSO