Schneeverhältnisse in den Bergen 5.1.2011
5.01.2011
Trockenes und kaltes Wetter setzt sich fort. Die Schneedecke hat sich seit Montag nicht wesentlich verändert. Sie hat sich etwas mehr gesetzt, die Umwandlung ist jedoch langsam, etwas schneller an sonnigen Hängen.
In den Julischen Alpen bei 2500 m ca. 370 cm Schnee, bei 1500 m ca. 100 cm. Sonst in unseren Bergen ca. 30 cm bei 1500 m. Tiefer deutlich weniger. Die Schneedecke ist meist mit einer Kruste bedeckt, die durch Wind entstanden ist, an sonnigen Hängen und tiefer auch durch Schmelze und Regen. Auf dieser Kruste liegt Trockenschnee, die Menge hängt von der Höhe und auch der geografischen Lage ab. An windexponierten Stellen ist dieser Trockenschnee stark ausgetragen, oft bis zur krustigen Unterlage, in Luvlagen aber Verwehungen.
Lawinengefahr im Hochgebirge 2. Stufe. Eine Lawine kann durch erhebliche Zusatzbelastung ausgelöst werden insbesondere an Stellen mit verhangenem Schnee und an steileren Hängen. Tiefer 1. Stufe. Vor allem an ausgetragenen Stellen und in tieferen Lagen Gleitgefahr.
Das Wetter wird sich in den nächsten Tagen ändern. Heute bleibt die Temperatur noch unter null, morgen steigt mit Zufluss wärmerer Luft die Nullgradgrenze. Bis abends ist sie fast überall um 1000 m, im Osten sogar über 1500 m. Heute weht Südwestwind, der sich nachmittags und morgen verstärkt. Geringe Niederschläge treten morgen in den Hügeln der nördlichen Primorska, Notranjska und Julischen Alpen auf. Sonst meist trocken. Bis Freitagmorgen bleibt im Hochgebirge der Schnee trocken oder vereist, tiefer setzt er sich. Lawinengefahr ändert sich bis Freitagmorgen nicht.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 7. Januar.
Allgemeine Lawinengefahr ist mäßig, d.h. 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO