Schneeverhältnisse in den Bergen 5.5.2017
5.05.2017
Allgemeines Lawinengefahrenstufe - Freitag, 5. 5. 2017
Die Gefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge oberhalb ca. 2000 m MÄSSIG, Stufe 2, tiefer MAßIGE, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit Windschnee. Tagsüber destabilisiert sich der Schnee decke unter Sonneneinwirkung zusätzlich auf sonnenexponierten Hängen.
Schneelage
Die Schneedecke wandelt sich um und taut in tieferen Lagen. Nachts friert sie zu, wenn das Wetter wenigstens einigermaßen klar ist. Die alte Schneedecke ist gut umgewandelt und relativ hart, der neuere Schnee obenauf ist noch schlechter umgewandelt und krustig, bei bewölktem Wetter weich. Besonders an Nord- und Osthängen gibt es viele Verwehungen. Im Hochgebirge ist Vorsicht geboten besonders auf steilen Hängen und an Stellen mit Windschnee, wo bei größerer Zusatzbelastung eine Lawine ausgelöst werden kann. Vor allem kann eine Schicht neueren Schnees auf dem alten Untergrund abrutschen.
Erwartete Wettersituation
Wechselhaftes Wetter mit gelegentlichen, lokalen Niederschlägen setzt sich fort. Im Hochgebirge ist loka l einige cm Schnee gefallen, tiefer ist es nass. Die Schneegrenze ist auf ca. 2100 m gestiegen und wird tagsüber noch etwas höher sein. Morgen mehr Sonne und etwas wärmer. In der Nacht zum Sonntag starten von Westen Niederschläge, die bis Sonntagmorgen meist abklingen. Nachmittags noch lokale Schauer. Schneefallgrenze meist bei 2200 m. Können 10 bis max. 20 cm Schnee fallen.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Lawinenlage ändert sich heute kaum. Lokale Niederschläge zu gering für größere Veränderung, durch meist bewölktes Wetter wirkt auch die Sonneneinstrahlung kaum auf die Schneedecke. Morgen sonnig und relativ warm, Schneedecke wird tagsüber besonders auf sonnenexponierten Hängen weicher. Wo Schnee bis zum Boden durchgeweicht ist, kann von steilen Hängen ein Grundlawine feuchten Schnees abgehen. Auch sonst wird Schnee instabiler an Südhängen als an Nordhängen. Sonntag fallen oberhalb ca. 2200 m ca. 10 cm Schnee, der bei starker Zusatzbelastung auf steilen Hängen abrutschen kann. Mäßiger Nordwind bildet Verwehungen an Südseiten von Graten.
Nächste Ausgabe: Montag, 8. 5. 2017
Quelle: ARSO