Schneeverhältnisse in den Bergen 7.12.2012
7.12.2012
Seit Mitte der Woche war es hier trocken und kalt. Die Schneedecke sackte langsam ab, veränderte sich nur langsam in niedrigeren Lagen bei sonnigem Wetter.
Die verdichtete Schneedecke reicht meist bis in die Tieflagen. In 1000 m Seehöhe liegt Schnee von 15 bis ca. 30 cm, in 1500 m meist 30 bis 40 cm und in 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 120 cm.
Der Schnee ist meist locker und weich, nur an windexponierten Hochlagen hat sich eine Kruste gebildet, tiefer unten stellenweise durch Vereisung und tagliches Schmelzen. Viel Windschnee ist vorhanden.
Lawinengefahr im Hochgebirge 2. Stufe, unter ca. 1500 m 1. Stufe. Besonders gefährdet sind Stellen mit Windschnee auf steileren, kahlen oder grasbewachsenen Hängen.
Heute Nacht und morgen, Samstag, schneit es wieder. Bis abends fallen im nördlichen Slowenien 10 bis 15 cm Schnee, nach Süden zunehmend mehr, stellenweise im Süden bis ca. 40 cm. Der Schnee wird trocken sein, der verstärkte Nordostwind transportiert ihn in Verwehungen, die vor allem auf West- und Südseiten von Graten und Übergängen entstehen. Es schneit auf meist weichem Untergrund, der neue Schnee verbindet sich voraussichtlich gut mit dem Untergrund. Die Verbindung ist schlechter vor allem dort, wo der Untergrund krustig ist, was meist an windexponierten Hochlagen vorkommt. Da in den meisten unserer Berge nur bis ca. 15 cm Schnee fallen, wird die Lawinengefahr voraussichtlich nicht zunehmen, bei stärkerem Schneefall, der jedoch unwahrscheinlicher ist, könnte die Lawinengefahr auf 3. Stufe ansteigen.
Am Sonntag kalt und windig. Der Nordostwind bildet weiter Verwehungen und Lawinenplatten. Der neue Schnee verändert sich bei niedrigen Temperaturen nicht und sackt nur langsam ab. Neuer Bericht erscheint am Montag, 10.12.2012.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO