Schneeverhältnisse in den Bergen 7.2.2013
7.02.2013
In der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch war es bewölkt mit Niederschlägen.
Die Schneefallgrenze lag zunächst bei etwa 1500 m, schon am Mittwochmorgen sank sie bis in die Tieflagen. Bis zum Abend fielen in den Bergen etwa 15 bis lokal über 30 cm Schnee, je nach Höhe und geographischer Lage. Mehr Niederschläge gab es im westlichen Teil unserer Berge.
Beim Schneefall wehte ein mäßiger bis starker Wind zunächst aus südwestlicher, später aus nördlicher Richtung, der den neuen Schnee in Verwehungen trug. Im Hochgebirge war der neue Schnee trocken und haftete daher schlecht an der Unterlage, unter etwa 1700 m war er zunächst nass oder es regnete, stellenweise gab es auch etwas Graupel, daher haftet der Schnee dort nicht gut an der alten Unterlage.
Schon während des Schneefalls lösten sich Lawinen von ungebundenem Schnee, tiefer auch Bodenlawinen aus vom Regen durchweichtem Schnee. Bis heute hat sich der Schnee noch nicht viel gesetzt.
Die Schneedecke reicht hauptsächlich bis in die Täler. Der Schnee ist ziemlich verweht und durcheinandergewirbelt, daher sind die Schneeverhältnisse sehr unterschiedlich und ändern sich auf relativ kleinen Distanzen. Stellenweise ist er weich und leicht, anderswo durch Wind härter, stellenweise bis zur harten Unterlage verweht.
Ausgedehnt sind Gebiete mit aufgewehtem Schnee, es sind neue Wechten entstanden. Auf 2500 m gibt es in den Julischen Alpen bis zu etwa 270 cm Schnee, auf 1500 m bis zu etwa 190 cm. Anderswo in unseren Bergen gibt es auf 1500 m 50 bis etwa 100 cm Schnee. Auf 1000 m ist die Schneedecke bis zu etwa 45 cm dick.
Die Lawinengefahr ist noch immer meist Stufe 3, unter etwa 1200 m bis Stufe 2. Die größte Gefahr stellen zahlreiche Stellen mit aufgewehtem Schnee dar, besonders an steileren Hängen, wo Sie schon bei geringer Belastung der Schneedecke eine Lawine auslösen können. Möglich sind auch noch spontane Lawinen von trockenem, teilweise gebundenem Schnee von steilen Hängen.
Bis einschließlich Sonntag wird es teilweise klar und meist trocken sein.
Die Temperaturen werden die ganze Zeit unter dem Gefrierpunkt liegen, über 1500 m unter -10. Der Wind wird meist schwach sein, hauptsächlich aus nördlichen bis östlichen Richtungen.
Die Schneedecke wird sich nur langsam setzen und umwandeln.
Am Montag wird es sich bewölken, der Südwestwind wird sich verstärken.
Es wird wärmere Luft einfließen, hauptsächlich nachmittags werden schon Niederschläge möglich sein, die sich voraussichtlich auch mitte der Woche fortsetzen.
Der neue Bericht wird am Montag, 11.2.2013 herausgegeben
Die allgemeine Lawinengefahr ist Stufe 3 auf der europäischen Fünfstufenskala.
Quelle: ARSO