Schneeverhältnisse in den Bergen 8.2.2017
8.02.2017
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 8. 2. 2017
Gefahr Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Neuschnee
Gefahrenmuster: Kalte Witterung, schlecht verdichteter Frischschnee mit Wind
Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1400 m ERHEBLICH, Stufe 3. Tiefer weniger Schnee, daher meist MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind steile Hänge und windgefüllte Stellen. Spontane Lawinen beruhigen sich und treten in den nächsten Tagen meist nicht mehr auf. Der Schnee ist jedoch durch Windschnee potenziell instabil, da schon bei geringer Belastung eine Plattenlawine ausgelöst werden kann.
Schneeverhältnisse
Montag tagsüber fiel noch ca. 20 cm Schnee, bis Mittwochmorgen trocken und kalt. Ostwinde wehten, es bildeten sich Verwehungen und Überhänge vor allem an Süd- und Westseiten von Graten und Sätteln. Es lösten sich Lawinen von neuem, schlecht verdichtetem Schnee. Schnee meist weich und pulvrig.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute etwas Sonne vor allem oberhalb ca. 2000 m. Tiefer bewölkt und neblig. Morgen liegt die Wolkenobergrenze höher, darüber nur die höchsten Gipfel. Temperatur durchgehend unter null. Ostwinde.
Entwicklung der Schneeverhältnisse
Durch Bewölkung und Kälte setzt sich der Schnee langsam ab und wandelt sich kaum um. Wind bildet neue Verwehungen. Bis Freitagmorgen ändern sich die Lawinenverhältnisse kaum. Spontane Lawinen unwahrscheinlicher. Besonders gefährlich windgefüllte Stellen und steile Hänge, erhöhtes Risiko für Lawinen in den Julischen Alpen, wo in den letzten Tagen mehr Schnee fiel.
Nächste Ausgabe: Samstag, 11. 2. 2017
Quelle: ARSO