Schneeverhältnisse in den Bergen 8.3.2017
8.03.2017
Allgemeines Gefahrenlage - Mittwoch, 8. 3. 2017
Die Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: verharschter Schnee, schwache Schichten
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Kälte
Einschätzung des Risikos
Die Lawinengefahr über Seehöhe ca. 1400 m beträgt ERHEBLICH, 3. Stufe, tiefer meist GERING, 1. Stufe. Die Schneedecke wird auf sonnigen Hängen gegen Mittag und Nachmittag durch Sonneneinwirkung labiler. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit windtranspotiertem Schnee an allen Seiten der Grate. Dort können Lawinen durch geringe Belastung ausgelöst werden. Auf steilen Hängen sind auch einzelne spontane Lawinen möglich, hauptsächlich kleiner Ausdehnung. Schnee ist auf exponierten Lagen durch starken Wind stark verharscht.
Schneeverhältnisse
Der obere, neuere Teil der Schneedecke hat sich unter Seehöhe ca. 1500 m bereits stark gesetzt und etwas umgewandelt, höher, besonders in schattigen Mulden, ist der Schnee schlecht umgewandelt und relativ weich geblieben. Der Zustand der Schneedecke ist stark unterschiedlich, abhängig nicht nur von der Seehöhe und Ausrichtung, sondern auch von der Tageszeit. Die Schneedecke ist meist mit einer Kruste bedeckt, die das Gewicht eines Menschen nicht trägt. Tagsüber taut Schnee auf sonnigen Lagen, nachts friert er wieder zu. In schattigen Hochlagen ist Schnee noch meist weich und trocken, auf windexponierten Lagen stark verharscht, stellenweise durch Wind relativ hart.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Heute meist klar. Die Nullgradgrenze steigt und ist am Abend bei Seehöhe ca. 1800 oder 1900 m. Morgen teilweise klar mit zeitweiliger Zunahme der Bewölkung. Noch wärmer, Nullgradgrenze steigt auf Seehöhe ca. 2200 oder 2300 m. In der Nacht zum Freitag etwas kühler. Freitag teilweise klar und windig, starke Nordwinde.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Schnee wandelt sich weiter um und setzt sich, besonders auf sonnigen Lagen, aber auch in schattigen Mittelgebirge-Lagen. Nur in schattigen Hochlagen ist die Umwandlung noch langsam. Tagsüber taut die Schneedecke, nachts gefriert sie. DESHALB WIRD DIE SCHNEEDECKEN TAGSÜBER NOCH LABILER, nachts, wenn Schnee gefriert, weniger labil. Die Kruste verstärkt sich. Am Mittag und Nachmittag können sich daher von steileren Hängen einzelne Nassschneelawinen spontan lösen. Freitag kühlt es etwas ab und die Schneedecke wird dadurch etwas stabiler.
Nächste Ausgabe: Samstag, 11. 3. 2017
Quelle: ARSO