Schon fast 3 Meter Schnee im Hochgebirge 3.12.2010
3.12.2010
Seit Mittwochmorgen schneit es in den Bergen gelegentlich. Es sind 25 bis 50 cm Schnee gefallen, am wenigsten im östlichen Teil unserer Berge. Aufgrund der niedrigen Temperatur war der neue Schnee trocken. Wind hat nur an exponierten Stellen Verwehungen erzeugt. Während des Schneefalls lösten sich kleinere und mittelgroße Lawinen von trockenem Schnee von steileren Hängen.
In den Julischen Alpen herrschen derzeit bis ca. 290 cm Schnee in 2500 m Höhe und bis ca. 160 cm in 1500 m. Sonst in unseren Bergen ca. 95 cm in 1500 m. In 1000 m Seehöhe 50 bis 80 cm Schnee. Die Schneedecke ist weich und locker und sackt tief unter menschlichem Gewicht ein. Nur an windexponierten Stellen hat sich eine dünne Kruste gebildet, die einen Menschen nicht trägt. Durch stärkeren Wind in den vergangenen Tagen sind zahlreiche Windkissen entstanden, meist unter frischem Schnee verborgen.
Lawinengefahr 3. Stufe, 2. Stufe in den östlichen Karawanken unter ca. 1500 m. Sie können eine Lawine schnell durch zusätzliche Belastung auslösen, besonders an windverwehten Stellen und steileren Hängen. Auch spontane Auslösungen kleiner und mittelgroßer Lawinen von nicht haftendem Schnee sowie Windkissenlawinen von steileren Hängen sind zu erwarten.
Heute und morgen gelegentlich leichter Schneefall. Können 5 bis 10 cm fallen, mehr nur im westlichen Teil der Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Kalt, daher verändert sich die Schneedecke kaum, sie setzt sich nur langsam. Heute und morgen wehen schwache bis mäßige Winde meist aus Ost. Am Sonntag wird es in Höhen wärmer. Starker Südwestwind wird Schnee in Verwehungen treiben und Zacken bauen. Schneefallgrenze steigt im östlichen Teil unserer Berge über 1000 m, anderswo noch unter 700 m. Bis Montagmorgen setzt sich die Schneedecke etwas mehr.
Im Westen kleinere Niederschläge. Schneefallgrenze steigt allmählich über ca. 700 m. Beim Auftauen am Montag steigt die Lawinengefahr vorübergehend.
Nächster Bericht Montag, 6. Dezember.
Allgemeine Lawinengefahr beträchtlich, d.h. 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO