Sieg des slowenischen Alpinismus
19.12.2011
Am Freitag, den 16. Dezember 2011, fand im Slowenischen Ethnografischen Museum eine Feierlichkeitsveranstaltung statt, bei der wir das Ende des nepalischen Tourismusjahres 2011 und den Internationalen Bergtag begingen, der am vorangegangenen Sonntag war. Zum Abschluss des nepalischen Tourismusjahres 2011 überreichten Nepal und der Nepalische Alpenverein besondere Anerkennungen an slowenische Alpinisten, die den Gipfel des Everest von der nepalesischen Seite erstiegen haben. Alpinisten, die in den Himalaya reisen, sind nämlich die besten Botschafter des nepalischen Tourismus, und Alpinisten mit dem höchsten Gipfel der Welt umso mehr.
Die Feierlichkeitsveranstaltung, an der zahlreiche Alpinisten, Gäste und Bergliebhaber aus dem Inland und Nepal teilnahmen, wurde vom Konsulat Nepals in Slowenien sowie den Alpenvereinen Nepals und Sloweniens in Zusammenarbeit mit dem Slowenischen Ethnografischen Museum organisiert. Nepal, das Land am Fuße des Himalaya, zeichnet sich durch zahlreiche Reichtümer aus – alte Kulturen, Geschichte, Sprachen, Traditionen und atemberaubende Natur mit ausgedehnten, in ewigem Eis gefangenen Bergen. Slowenien und Nepal verbindet vieles, am meisten aber sicherlich die Liebe zu den Bergen. Und dieser Abend war Nepal und der slowenischen Freundschaft mit diesem zauberhaften Bergland gewidmet und, wie der Ehrenkonsul Nepals in Slowenien Mag. Aswin Shrestha am Ende der Übergabe sagte, dem Sieg des slowenischen Alpinismus, der sowohl Nepal als auch den Weltalpinismus maßgeblich geprägt hat.
In ihren Ansprachen hoben sowohl der Ehrenkonsul Nepals in Slowenien Mag. Aswin Shrestha als auch der Präsident des Nepalischen Alpenvereins Zimba Zangbu Sherpa die Bedeutung der Verbundenheit beider Länder und Alpenvereine hervor, insbesondere den Beitrag des Alpenvereins Sloweniens zu sichererem Arbeiten der Einheimischen auf Expeditionen hoch in den Bergen. Dazu habe vor allem die slowenische Bergschule in Manang beigetragen, sagten sie. Sie dankten der slowenischen Regierung für die Unterstützung und dem Alpenverein Sloweniens, der die Bergschule auf Initiative des Alpinisten Aleš Kunaver gegründet hat und wo seit 1979 Kurse für Bergführer stattfinden. Die slowenische Bergschule in Manang war die erste Schule für Bergführer, die in Nepal gebaut wurde, und der Alpenverein Sloweniens der erste Alpenverein, der sich mit dem Nepalischen Alpenverein verbunden und durch Ausbildung den Einheimischen bessere Lebensmöglichkeiten und möglichst wenige Unfälle bei der Arbeit auf Expeditionen ermöglichen wollte.
Präsident des Alpenvereins Sloweniens Bojan Rotovnik betonte, dass die slowenische Nation auch eine der wenigen Welt-Nationen ist, die im Bergmuseum in Pokhara vertreten ist, wofür gerade der Alpenverein Sloweniens und slowenische Alpinisten gesorgt haben. Anlässlich der feierlichen Veranstaltung am Freitag dankte Präsident Rotovnik dem Ehrenkonsul Shrestha, Präsident Zimba Zangbu Sherpa und allen slowenischen Alpinisten, die den Namen Sloweniens in die Welt trugen.
Die Anerkennungen überreichte den Alpinisten der Ehrenkonsul Nepals in Slowenien Mag. Aswin Shrestha in Begleitung des Präsidenten des Alpenvereins Sloweniens Bojan Rotovnik. Sie erhielten sie die folgenden Alpinisten mit Aufstieg auf den Everest, die Nepal und den slowenischen Alpinismus in die Welt trugen: Andrej Štremfelj, zusammen mit Nejc Zaplotnik waren sie die ersten Slowenen auf dem Gipfel der Welt (Andrej ist der einzige Slowene mit zweitem Aufstieg auf den Gipfel des Everest); Andrejs Frau Marija Štremfelj (mit Ehemann Andrej standen sie als erstes Ehepaar der Welt auf dem Everest), Viki Grošelj, Davo Karničar, Tadej Golob, Matej Flis, Gregor Lačen und Tomaž Jakofčič, der den ersten slowenischen Führungsaufstieg auf den Gipfel des Everest absolviert hat. (alle Erläuterungen bei Erhalt anhängen wir im Anhang)
Zum Ausklang des nepalischen Tourismusjahres wollten der nepalische Staat und der Nepalische Alpenverein mit ehrenvollen Anerkennungen auch jenen Slowenen danken, die maßgeblich zum Aufbau des Bergtourismus in Nepal beigetragen haben, vor allem zu sichererem Arbeiten der Einheimischen hoch in den Bergen. Aus den Händen des Präsidenten des Nepalischen Alpenvereins Zimba Zangbu Sherpa und des Ehrenkonsuls Nepals in Slowenien Mag. Aswin Shrestha erhielten die ehrenvollen Anerkennungen die folgenden Funktionäre, Mitglieder und Instruktoren des Alpenvereins Sloweniens: Präsident des Alpenvereins Sloweniens Bojan Rotovnik, ehemaliger Präsident des Alpenvereins Sloweniens Mag. Franci Ekar, langjähriger Leiter slowenischer Himalaya-Expeditionen Tone Škarja sowie Bojan Pollak, langjähriger und bereits legendärer Instruktor in der Schule für Höhen-Träger und Bergführer in Nepal – in Schulungen, die das Erbe von Aleš Kunaver und seinem Wunsch sind, Bergwissen so schnell wie möglich auf nepalesische Einheimische zu übertragen. Im Namen der verstorbenen Alpinisten Aleš Kunaver und Zoran Jerina, der Initiator der ersten Expedition in den Himalaya war (Kangbačen 1965), nahmen die Anerkennungen Alešs Frau Dušica Kunaver und die Tochter von Zoran entgegen. Eine ehrenvolle Anerkennung erhielt auch Dušica Kunaver, Bewahrerin des unermesslichen Erbes ihres verstorbenen Mannes Aleš und Autorin zahlreicher Bücher über slowenisches und nepalesisches Kulturerbe.
Im kulturellen Programm wirkten der Gitarrist Rawi Shrestha, die Flötistin Anita Prelovšek sowie Dr. Lasanthi Manaranjanje Kalinga Dona und Vasja Štukelj mit, die der feierlichen Veranstaltung ein echtes nepalisch-slowenisches kulturelles Erlebnis einhauchten.
Slowenische Alpinisten, die den Gipfel von Sagarmatha bzw. Everest erstiegen haben, wie die britischen Entdecker die höchste Berg der Welt nannten, sind:
1. Jernej Zaplotnik, auf den Everest gestiegen am 13. 5. 1979 (verstorben)
2. Andrej Štremfelj, 13. 5. 1979, zweites Mal 7. 10. 1990
3. Stane Belak, 15. 5. 1979 (verstorben)
4. Viki Grošelj, 10. 5. 1989
5. Marija Štremfelj, 7. 10. 1990
6. Janez Jeglič, 7. 10. 1990 (verstorben)
7. Franc Pepevnik, 22. 5. 1997 (von chinesischer Seite)
8. Pavle Kozjek, 23. 5. 1997 (verstorben)
9. Davo Karničar, 7. 10. 2000
10. Franc Oderlap, 7. 10. 2000 (verstorben)
11. Tadej Golob, 9. 10. 2000
12. Matej Flis, 9. 10. 2000
13. Gregor Lačen, 9. 10. 2000
14. Viki Mlinar, 21. 5. 2005 (von chinesischer Seite)
15. Marko Lihteneker, 21. 5. 2005 (verstorben)
16. Roman Benet (IT, geboren in Mojstrana), 17. 5. 2007 (von chinesischer Seite)
17. Tomaž Jakofčič, 19. 5. 2009 (Führungs-Tour)
Zdenka Mihelič