Škofic mit drittem Sieg in diesem Jahr
21.08.2016
Beim vierten Lead-Weltcup Domen Škofic holte sich am 20. August 2016 in Imst einen neuen Sieg, während Silberne Mina Markovič in diesem Jahr erstmals aufs Podium stieg. Nach den ersten drei aufeinanderfolgenden Siegen landete die junge Janja Garnbret diesmal nach einem Fehler im Finale auf Platz fünf, Tjaša Kalan wurde in ihrem ersten Finale der Saison Siebte.
Domen Škofic (ŠPO PD Radovljica), Zweiter nach dem Freitags-Halbfinale, zeigte samstagabends erneut, dass er aus Siegerstoff ist, und holte sich beim vierten Wettkampf seinen dritten Saison-Sieg – und damit festigte seinen Führungsplatz im Lead-Weltcup-Gesamtwertung. „In Imst habe ich schöne Erinnerungen schon von Juniorenwettkämpfen. Diesmal hat sich wieder alles gefügt und ich habe in allen Runden exzellentes Klettern gezeigt. Für das Finale ist mir beim Routenstudium die Zeit ausgegangen und ich konnte die letzte Platte gar nicht bis zum Ende anschauen, daher musste ich den letzten Teil komplett improvisieren und, ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wie ich die letzten Bewegungen geschafft habe. Ich habe alles gegeben, aber trotzdem dachte ich nicht, dass es reichen würde. Schon der dritte Sieg in diesem Jahr, ich kann es nicht glauben. Definitiv habe ich meine Erwartungen übertroffen!“ freute sich der 22-jährige Radovljicaer, der den Zweitplatzierten Österreicher Jakob Schubert und den Drittplatzierten Franzosen Gautier Supper besiegte.
Im Samstagabend-Finale traten gleich drei Sloweninnen an, während andere Nationen jeweils nur eine Vertreterin stellten. Auf das Siegerpodest kehrte mit Platz zwei Mina Markovič (ŠPK Plus) zurück, die in dieser Saison nur ausgewählte Wettkämpfe bestreitet und schon im Halbfinale Zweite war. „Der Wettkampf in Imst war mir immer ans Herz gewachsen und auch diesmal habe ich mit gutem Klettern dafür gesorgt, dass er in guter Erinnerung bleibt. Mit dem Gezeigten und den Gefühlen durch den ganzen Wettkampf bin ich zufrieden, vielleicht am wenigsten mit dem Finalauftritt, wo ich einige Fehler gemacht habe, aber sie irgendwie doch gemeistert habe. Vielleicht habe ich am Ende zu sehr geeilt, da noch Kraft für ein paar Bewegungen mehr da war, aber insgesamt muss ich mit allem, dem Wettkampf und dem, was ich im letzten Monat verbessert und gewonnen habe, wirklich zufrieden sein. Danke den Jungs, Gorazd, Urh und Luka, für die ganze Unterstützung und Hilfe!“ jubelte die 28-jährige Ptujerin. Vor heimischem Publikum siegte die Österreicherin Magdalena Röck, Dritte wurde die Südkoreanerin Jain Kim.
„Schon in Quali und Halbfinale ist mir die Zeit ausgegangen, daher wollte ich das im Finale wirklich nicht. Ich habe schnell und sehr verkrampft geklettert. Deshalb habe ich die ganze Route kopflos angegangen und einen Fehler gemacht. Ich kann nicht sagen, dass ich nicht enttäuscht bin, aber ich versuche, den Wettkampf zu vergessen und mit hochem Kopf und noch mehr Motivation die nächsten fortzusetzen, schon nächste Woche in Arco,“ fasste die 17-jährige Kärntnerin Janja Garnbret (Šaleški AO) ihre Gedanken zusammen, die nach dem Fehler im Finale vom Dritten Platz im Halbfinale auf den endgültigen Fünften abrutschte und damit erstmals, seit sie im Weltcup klettert, ohne Top-3-Platzierung blieb, aber dennoch ihr solides Gesamt-Führungs in Lead behielt.
Zum Finale qualifizierte sich in diesem Jahr erstmals Tjaša Kalan (AO PD Kranj) und beendete den Imst-Wettkampf auf Platz sieben. „Nach der gekletterten Halbfinalroute habe ich kein Finale erwartet, daher war ich schon damals sehr glücklich und zufrieden, weil ich erreicht habe, was ich wollte. In der Finalroute habe ich genossen und war ohne jeglichen Druck. Das Klettern fühlte sich ziemlich fließend an und ich bin sehr zufrieden mit Platz sieben,“ sagte die 19-jährige Kranjerin.
„Natürlich bin ich wieder begeistert von der Leistung unserer Athleten, ich würde alle loben, besonders aber haben uns die vier Finalisten erfreut. Ich freue mich, dass ich im Finale wieder auf Tjaša Kalan zählen kann, die schön ihre Form steigert, Mina hat bewiesen, dass sie trotz schwachem Saisonstart wieder die Spitze der Kletterszene prägt. Domen setzt mit exzellentem Klettern einfach seinen Siegeszug fort und zeigt, dass er dieses Jahr schwer zu schlagen ist, während bei Janja dieser Wettkampf nicht ganz nach Plan lief. Etwas zu sehr belastet durch die Zeit, da ihr in Quali und Halbfinale die Zeit ausging, hat sie die Finalroute angegangen und dadurch einen Fehler in den Routendetails gemacht und leider viel zu früh das Klettern beendet,“ bewertete Selektor und Trainer des slowenischen Sportkletter-Nationalteams Gorazd Hren die Leistungen seiner Schützlinge in Imst.
Slowenische Farben in Österreich trugen auch Rebeka Kamin (AO PD Domžale) mit Platz 16, Urban Primožič (PK Škofja Loka) auf Platz 17, Veronika Meke (DPK Šmartno) und Milan Preskar (PK Škofja Loka) mit Platz 31 sowie Martin Bergant (PK Škofja Loka) auf Platz 32.
Die Sportkletterkarawane zieht nächsten Wochenende, 26. und 27. August, nach Arco in Italien um, vom 14. bis 18. September wartet die Weltmeisterschaft in Paris. Im Oktober folgen zwei Weltcup-Saisons in China – 18./19. Oktober in Wujiang und 22./23. Oktober in Xiamen – und zum Saisonabschluss 26./27. November noch die Prüfung im heimischen Kranj.