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Slowenisches Trio im Kampf um Medaillen bei der...

15.07.2019
Slowenisches Trio kämpft um Medaillen bei der Parakletter-Weltmeisterschaft.



Morgen beginnt in dem französischen Briançon die Parakletter-Weltmeisterschaft, an der am 16. und 17. Juli 210 Parakletterer aus 24 Ländern antreten. Die slowenischen Farben bei dem wichtigsten Parakletter-Event des Jahres werden unter der Leitung des Selektors Jurij Ravnik von den Vertretern Tanja Glušič, Gregor Selak und Matej Arh vertreten, die vom kürzlichen Masters in Imst mit drei Medaillen zurückkehrten: Selak mit Gold, Arh mit Silber und Glušič mit Bronze.







Die Weltmeisterschaft Briançon 2019 ist die wichtigste Herausforderung des Jahres für die slowenische Parakletter-Nationalmannschaft, die dank Glušič und Selak bereits mit insgesamt vier edlen Medaillen von Weltmeisterschaften glänzen kann. Slowenien wird in Frankreich von drei Mitgliedern des slowenischen Parakletter-Nationalteams vertreten: Tanja Glušič (AK Ravne) in der Sehbehinderungskategorie B2, Gregor Selak (Društvo za razvoj plezalne kulture) in der Bewegungsbehinderungskategorie RP3 und Matej Arh (AO PD Kranj) in der Bewegungsbehinderungskategorie RP1.







„Wir haben uns zu Beginn des Jahres auf die Saison vorbereitet und ich denke, dass wir die Form gut getimt haben, was letztendlich die Ergebnisse aus Imst zeigen. Die Weltmeisterschaft ist jedes Mal eine eigene Geschichte. Es gibt immer mehr Teilnehmer, einige kennen wir, andere sind noch Unbekannte, aber wir kümmern uns lieber um uns selbst. Ich wünsche mir nur, dass die Routen den Kategorien angemessen gut gesetzt sind. Das Ziel für alle drei Athleten ist das Finale, Grega hat sicher die besten Chancen auf den Podiumsplatz und wir hoffen insgeheim auf eine Medaille. Im Paraklettern werden jedoch bald bestimmte Änderungen nötig sein, da einige Athleten in falsche Kategorien eingeteilt sind und physisch schon am Start so herausstechen, dass sie einen groben Fehler machen müssen, um nicht an der Spitze der Rangliste zu sein. Aber manchmal braucht man im Sport auch ein bisschen Glück, daher werden wir uns keiner Goldmedaille kampflos ergeben“, betont Selektor der slowenischen Parakletter-Nationalmannschaft Jurij Ravnik.







Die taub-blinde Kletterin Tanja Glušič, die auch das Asperger-Syndrom, eine Form der Autismus-Spektrum-Störung, hat, gewann 2014 bei der Weltmeisterschaft in Gijón – damals noch unter der Führung ihrer Mutter – die Silbermedaille, die erste slowenische Parakletter-Medaille für Slowenien, und bei der Weltmeisterschaft letztes Jahr in Innsbruck unter der Führung des Trainers Jurij Ravnik kletterte sie zum Bronze. Auch diese Saison startete sie mit einer Bronzemedaille beim Parakletter-Masters in Imst. „Zur Weltmeisterschaft gehe ich ohne Erwartungen, weil ich nicht weiß, welche Routen gesetzt werden und wie gut die Konkurrenz ist. Wenn es in der Route nicht zu viele lange Züge gibt, habe ich gute Chancen auf das Finale. Ich trainiere seit Anfang Februar nach dem Programm und bin ganz gut vorbereitet, daher hoffe ich auf das Beste“, sagt die 23-jährige Prevaljčanka, slowenische Sportlerin des Jahres 2018 unter Behinderten.







Mit zwei Bronzemedaillen von Weltmeisterschaften – 2016 in Paris und 2018 in Innsbruck – kann auch Gregor Selak aufwarten, ehemaliges Mitglied des Jugend-Nationalteams im Sportklettern, dem 2014 Multiple Sklerose diagnostiziert wurde und seit 2016 seinen Sportweg erfolgreich als Parakletterer fortsetzt. „Vor der Weltmeisterschaft erwarte ich den ersten Platz, darauf bereite ich mich das ganze Jahr vor und habe die Form gut getimt. Mit der Konkurrenz belaste ich mich nicht. Wie letztes Jahr trainiere ich unter Roman Krajnik und gehe auf Sieg“, ist der 30-jährige Škofjeločan fest entschlossen, der zu Saisonbeginn Ende Juni bereits das Masters in Imst gewonnen hat.







Im Erwarten seiner ersten Weltmeisterschaft steht Matej Arh, einst vielversprechender Alpinist, der nach einem Unfall in einem vereisten Wasserfall 2017 eine Paraparese hat, also eine teilweise Unterbrechung des Rückenmarks. Vom Nabel abwärts nutzt er nur 30 Prozent der Muskeln, kann die Beine teilweise bewegen, aber nicht Hüften, Knöchel, Gesäß und die meisten Muskeln einsetzen. „Ich möchte eine Podiumsplatzierung, erwarte aber das Finale. Natürlich habe ich als Debütant noch Lampenfieber, aber für die zwei Qualifikationsrouten werde ich mich so gut wie möglich wehren, dann sehen wir weiter“, prognostiziert der 25-Jährige aus Preddvor, der in Imst auf die zweite Stufe des Podests gestiegen ist.







Auf der französischen Kletterbühne stehen Wettkämpfe in verschiedenen Kategorien am 16. und 17. Juli mit Vormittags-Qualifikationen und Abend-Finals an. Live-Übertragung über die Website des Internationalen Verbands für Sportklettern (IFSC).
         
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