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Neuigkeiten / Sportkletterer vor Weltpokal-Wettkämpfen...

Sportkletterer vor Weltpokal-Wettkämpfen...

12.02.2021
Sportkletterer hochmotiviert vor Weltpokal-Wettkämpfen...



Die diesjährige Saison im Sportklettern hat feste Termine für Weltpokal-Wettkämpfe, weshalb die slowenischen Sportkletterer bereits voll mit Trainings ausgelastet sind. Die Olympischen Spiele werden in diesem Jahr der Höhepunkt der Saison für Janja Garnbret und Mia Krampl sein, ihre Gedanken und Trainings sind auf Tokio fokussiert, während die anderen Sportkletterer an die ersten Wettkämpfe denken.







Die neue Wettkampfsaison der Sportkletterer hat erste Terminkonturen. Der Internationale Sportkletterverband hat den Wettkampfkalender veröffentlicht, der erste Wettkampf steht am 16. April in Meiringen in der Schweiz an. Von Ende Juli bis Anfang August finden die Olympischen Spiele in Tokio statt, in der ersten Woche im September ein Wettkampf in Slowenien, Ende desselben Monats die Weltmeisterschaften in allen Disziplinen in Moskau. Das Wettkampfjahr für Kletterer endet Mitte Oktober in China.







„Die Wettkämpfer sind voll im Training, derzeit beschäftigen wir uns hauptsächlich mit der körperlichen Vorbereitung, am Wochenende haben wir Trainings auf aufgebauten Wettkampf-Bouldern (der erste Teil der Wettkampfsaison ist nämlich ausschließlich in der Boulder-Disziplin). Im März werden wir eine Serie von Wettkampfsimulationen durchführen, bei denen wir auch die engere und breitere Mannschaft für den ersten Wettkampfblock auswählen“, sagte der Selektor der slowenischen Sportkletter-Nationalmannschaft Gorazd Hren. „Für Janja und Mia ist der Plan etwas anders, da sie sich auf alle drei Disziplinen vorbereiten müssen und derzeit neben Bouldern auch Speed trainieren, dann kommt Lead hinzu. Wegen der OS können wir das ganze Saison nicht auf sie zählen, sie nehmen nur an ausgewählten, sinnvollen Wettkämpfen teil. Sie gehen gut vorbereitet zu den OS und wir glauben an das Beste.“







Aktuelle dreifache Weltmeisterin Janja Garnbret, die vor wenigen Tagen mit Domen Škofic das erfolgreiche Red Bull-Projekt des Kletterns am Trbovlje-Schornstein vorgestellt hat, hat nun ihren Kopf in der Kletterwand und den Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele. Sie gibt zu, dass die letzte Saison sehr anders als die vorherigen war, aber sie hat das Maximum herausgeholt. „In der letzten Saison habe ich mein Ziel verloren und das hat sich in meiner schwankenden Motivation gezeigt. So habe ich mich nicht gekannt. Glücklicherweise konnte ich während der ersten Lockdown-Phase regelmäßig trainieren. Mit meinem Trainer Roman Krajnik haben wir einen Plan gemacht, als ob die OS im August stattfinden würden. Ich habe mich allen Disziplinen gewidmet, vor allem viel Zeit dem Speed-Training gewidmet. In der letzten Saison habe ich viel über mich, das Training gelernt und für diese Saison habe ich einen neuen Plan. Die Olympischen Spiele sind mein Hauptziel der Saison und ich zeitlich meine Form auf August. Ich werde noch an einigen anderen Weltpokal-Wettkämpfen teilnehmen, sicher an dem ersten in der Schweiz. Aber alle Energie und Trainings sind auf Tokio gerichtet.“ Ihre Trainings sind sehr intensiv, sie trainiert auch zweimal am Tag. „In drei Tagen habe ich fünf Trainingseinheiten. Ich trainiere bis zu sechs Stunden am Tag, aber das ist genau richtig.“







Auch Mia Krampl konzentriert sich in dieser Saison auf die Olympischen Spiele. Als Vorbereitung auf das große Ereignis wird sie auch an einigen anderen Weltpokal-Wettkämpfen teilnehmen. „Die Trainings unterscheiden sich nicht viel von den letzten. Der Plan ist derselbe, ich habe nur kürzere Routen hinzugefügt und langsam mit Ausdauertraining begonnen.“ Die letzte Saison bot trotz zahlreicher Einschränkungen viele neue Erfahrungen, etwas, das selbstverständlich geworden war, war plötzlich nicht mehr da. „Ich habe angefangen, kleine Dinge zu schätzen. Ich habe jede Möglichkeit zum Wettkämpfen im Weltpokal zu schätzen begonnen, die mir die Nationalmannschaft bietet. Dazu bin ich dankbarer für meine Familie geworden. Ich kann definitiv nicht sagen, dass 2020 schlecht war und ich es so schnell wie möglich vergessen will, bei genauerem Hinsehen kann jeder etwas Gutes darin finden.“ Mia kann die ersten Wettkämpfe kaum erwarten. „Ich bin sicher, dass kein Sportler sich nicht über Wettkämpfe freut, besonders nach einem Jahr ohne Auftritte. Halten wir die Daumen, dass die Saison 2021 reibungslos verläuft.“







Vita Lukan hat letztes Jahr am eigenen Leib erlebt, wie schnell unsere Erwartungen zerplatzen können, daher ist ihr Haupt wünsch dieses Jahr, an Weltpokal-Wettkämpfen teilzunehmen. „Ich hoffe wirklich, dass die Lage die Organisation von Wettkämpfen erlaubt, an denen alle besten Weltkletterer teilnehmen können, daher werde ich zu Hause mit besten Kräften meine Form schleifen. Dieses Jahr ist mein Ziel, das Kletterniveau auch im Bouldern zu heben, wo ich bisher bei Weltpokal-Wettkämpfen noch keinen markanten Ergebnis erzielt habe. Glücklicherweise kann ich derzeit normal sowohl an der lokalen Wand als auch mit der Nationalmannschaft bei gemeinsamen Trainings trainieren. Der Unterschied zu vorherigen Saisons ist nur, dass ich derzeit alle Trainings nur in Slowenien mache.“ Auch wenn sie die letzte Saison am liebsten vergessen würde, hat sie die Zeit ohne Wettkämpfe genutzt, um ihre Schwächen zu beheben, daher freut sie sich sehr auf alle kommenden Wettkämpfe.







Aktueller Europameister im Boulderklettern Jernej Kruder ist in diesen Tagen aus Spanien zurückgekehrt, wo er die Tage am Felsgebiet Margalef gut für erfolgreiche Aufstiege genutzt hat. Und welche sind seine Herausforderungen dieses Jahr? „In der Corona-Zeit ist es schwer, etwas zu erwarten. Ich setze meine Hoffnungen darauf, dass die diesjährige Weltpokal-Saison so verläuft, wie wir alle es wollen. Die Trainings sind den vorherigen Saisons sehr ähnlich. Glücklicherweise habe ich Zugang zu den meisten Kletterzentren, aber ich vermisse die Reisen ins Ausland, wo ich normalerweise viele Erfahrungen und Elan gewinne. Die letzte völlig andere Saison hat mir gezeigt, dass ich wirklich 'abhängig' von Wettkämpfen bin. Wettkämpfe füllen mich mit Energie, außerdem kann ich mich so mit Freunden aus anderen Ländern treffen. Ich kann die neue Saison kaum erwarten, da ich schon zu lange auf Action warte.“







Wie viele andere Wettkämpfer hat auch Anže Peharc gelernt, dass wir nichts als selbstverständlich nehmen können. Der Mangel an Wettkämpfen hat bei großen Kletterern Motivationsmangel verursacht, aber ihn hat es umgekehrt motiviert. „Ich wusste, dass viel Zeit da ist, und habe das genutzt, um meine Fehler zu korrigieren. Im letzten Jahr habe ich mich wirklich in physischen Schwächen verbessert und einen sehr großen psychologischen Schritt gemacht. Ich hoffe, dass es dieses Jahr mehr Wettkämpfe als letztes Jahr gibt. Zuerst werde ich alle Aufmerksamkeit dem Boulderklettern widmen. Hier hoffe ich, mit Finalteilnahmen auf die höchsten Plätze zu zielen. Nach dem ersten Saisonteil freue ich mich auch auf den Lead-Teil, wo ich das Halbfinale anpeile. Das wird zugleich das erste Jahr, in dem ich mehr Aufmerksamkeit der Lead widme mit dem Ziel, an den OS in Paris teilzunehmen.“ Auch Anže Peharc kann die neuen Wettkämpfe kaum erwarten, um wieder durch die Welt zu reisen und zu zeigen, was er im letzten Jahr ohne Wettkämpfe gemacht hat.







Domen Škofic, der letztes Jahr beim ersten internationalen Lead-Wettkampf in Briançon den zweiten Platz belegte, möchte dieses Jahr nur maximal die Wettkämpfe genießen, an denen er teilnehmen kann. „Wenn ich letztes Jahr eine Pause von Wettkämpfen wollte, hat Corona sie länger gemacht, als ich wollte. Aber deswegen freue ich mich jetzt umso mehr auf den Start. Die Trainings bleiben gleich. Die einzige größere Veränderung ist, dass ich im letzten Jahr stärker am Bewegungsverbesserung mit Hilfe des Zentrums in Divača arbeite. Im letzten Jahr habe ich gelernt, Kleinigkeiten zu respektieren, die ich vorher als selbstverständlich nahm. Ich habe viel Neues gelernt und sehe die Welt aus neuer Perspektive.“







Der Alpenverein Sloweniens zusammen mit dem Hauptsponsor des slowenischen Sportkletter-Nationalteams Prva osebna zavarovalnica bereitet eines der diesjährigen Weltpokal-Wettkämpfe im Sportklettern in Slowenien vor. Das Datum ist festgelegt: 4. und 5. September 2021. „Unabhängig von der epidemiologischen Situation wird der Wettkampf durchgeführt. Wir hoffen, dass Zuschauer das September-Wettkampf live anschauen können, die der richtigen Atmosphäre und zusätzlichen Motivation für die Wettkämpfer geben“, prognostizierte optimistisch der Generalsekretär des PZS Damjan Omerzu.







Wie die Nationalmannschaftsmitglieder beim letzten gemeinsamen Training gezeigt haben, herrscht unter ihnen eine ausgezeichnete Stimmung. „Beim Training genießen wir, vor allem schuften wir, sonst ist das für uns sowieso normal. Glücklicherweise sind Heimtrainings wegen Coronavirus nicht eingeschränkt, natürlich limitiert es uns bei Trainings, die wir im Ausland machen wollten. Wir hoffen, dass das bald möglich ist“, schloss Selektor Gorazd Hren.
         
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