Sportkletterin Maja Vidmar beendet Karriere
30.03.2016
Maja Vidmar, eine der erfolgreichsten slowenischen Sportklettererinnen, beendet ihre reiche Karriere, in der sie 12 Siege bei Weltcup-Wettkämpfen, zwei Medaillen von Weltmeisterschaften und 35 Podiumsplätze anhäufte, am Sonntag, dem 3. April 2016, in der Športna dvorana Poden in Škofja Loka, wo nachmittags ein Klettertreffen mit der slowenischen Sportkletter-Nationalmannschaft stattfindet und um 19 Uhr die Škofjeločanka sich ein letztes Mal an eine Wettkampfroute auf der Heimtwand wagt. Vidmar ist mit sechs aufeinanderfolgenden Weltcupsiegen im Jahr 2007 immer noch die einzige Athletin mit diesem Ergebnis.
Maja Vidmar (1985) begann 1997 beim Kletterclub Škofja Loka mit dem Klettern und wurde als Mitglied der Jugend-Nationalmannschaft im Sportklettern bereits 2000 Gesamtsiegerin des Europäischen Jugendpokals. 2002 trat sie der Senioren-Nationalmannschaft bei, im selben Jahr erreichte sie in Italien ihr erstes Weltcup-Finale und auch ihre erste Weltcup-Medaille – Silber in Aprica. 2005 siegte sie erstmals beim Weltcup in Shanghai, ein Jahr später feierte sie ihren ersten Sieg beim Heim-Weltcup in Kranj, wo sie auch 2007 gewann, ansonsten 13 Mal ins Finale einzog, was Rekord dieser Veranstaltung ist. 2007 war ihr Jahr, da sie mit sechs aufeinanderfolgenden Siegen, die keine andere Athletin überbot, Gesamtsiegerin des Weltcups wurde. Zwei Jahre später holte sie sich einen weiteren Sieg bei den Weltspielen auf Taiwan und kletterte im Fels ihre schwerste Route, Attila lunga (8c+) rotpunkt, sowie 2010 die Route Humildes pa casa (8b+) on-sight. In ihrer reichen Karriere sammelte die Škofjeločanka 12 Weltcupsiege, 35 Podiumsplätze, zwei Weltmeisterschaftsmedaillen sowie einmal den ersten, zweimal den zweiten und zweimal den dritten Platz im Gesamt-Weltcup.
„Das Jahr 2007 war definitiv der Höhepunkt meiner Karriere. Romans Trainingsplan und mein starker Wille, voranzukommen und die gesteckten Ziele zu erreichen, waren das richtige Rezept! Neben guten Trainings hat es auch bei den Wettkämpfen gepasst. Ich geriet in einen Wettkampf- bzw. Siegerrhythmus und reihte Sieg an Sieg ... mit dem letzten Wettkampf in Kranj erzielte ich so sechs aufeinanderfolgende Weltcupsiege und sicherte mir den Gesamtpokal. Als Geschenk und Sahnehäubchen bekam ich von meinen Nächsten noch Roxy, den Mops, den ich mir immer am meisten gewünscht hatte,“ erinnert sich Vidmar an das siegreiche Jahr 2007, die trotz Abschied von den Wettkämpfen im Sportklettern noch nicht das letzte Wort gesprochen hat: „Meine Pläne sind natürlich kletterbezogen, klettern im weiteren Sinne, nicht nur wettkampforientiert wie zuvor, da mich vor allem Fels interessiert, das Entdecken neuer Klettergebiete, neuer Orte, von Sportkletterrouten bis Mehrseillängen, Bouldern lockt mich ebenso wie die Berge ... kurzum Klettern, wo ich am meisten lebe und wo Herausforderungen nie ausgehen! Mit meinen jahrelangen Wettkampferfahrungen möchte ich den Jüngeren auf ihrem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume und zum Erreichen ihrer Kletterziele helfen.“
Vidmar trainierte vom Anfang bis 2009 unter der Leitung von Roman Krajnik, Trainer und Nationaltrainer der slowenischen Sportkletter-Nationalmannschaft, der über die Karriere seiner langjährigen Schutzbefohlenen sagt: „Maja Vidmar hat mit ihren Erfolgen definitiv einen großen Stempel sowohl im slowenischen als auch im weltweiten Sportklettern hinterlassen. Mit ihren besten Ergebnissen, wie etwa dem Gesamtsieg im Weltcup 2007 mit sechs aufeinanderfolgenden Siegen, ist sie immer noch die einzige Frau im Weltcup mit einem solchen Ergebnis. In der Zeit, als sie ihre besten Ergebnisse erzielte, sorgte sie auch für deutlich größere Bekanntheit des Sportkletterns bei uns. Hinter ihr liegt eine außergewöhnliche Karriere als Sportklettererin und damit verdient sie sicherlich auch einen Abschluss auf hohem Niveau, an der Heimtwand in Škofja Loka, wo ihre reiche Karriere auch begann.“
Nochmals herzlich eingeladen am Sonntag nach Škofja Loka, wo sich Maja ein letztes Mal an eine Wettkampfroute auf der Heimtwand wagt!